Aachen - Neue Perspektiven für Suchtkranke schaffen

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Neue Perspektiven für Suchtkranke schaffen

Von: Christiane Husmann
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Eröffnung des „Treffs am Jakobsweg”: Sabrina Sauren, Tobias Ronkartz, Julia Mingers, Hans- Rainer Hubbes und Rommy Schmitt (von links) bieten Suchtkranken ihre Hilfe an.

Aachen. Eine neue Perspektive und Mut zu einem Neuanfang möchten Hans-Rainer Hubbes und seine vier Mitarbeiter Suchtkranken in der Städteregion Aachen geben. „Für viele bedeutet der Jakobsweg Zeit zur Besinnung. Hier bedeutet er auch Zeit zur Besinnung auf einen Neuanfang”, sagte Hubbes zur Eröffnung des von ihm geleiteten „Treffs am Jakobsweg” in der Jakobstraße.

Dieser neu eingerichtete Treff ist eine Außenstelle des Therapiezentrums Loherhof in Geilenkirchen. Schon 2007 hatte es eine Außenstelle in Eilendorf eingerichtet. Dort wurde aber schnell klar, dass ein größeres Büro mit mehr Mitarbeitern möglichst in Stadtnähe her musste. Im April dieses Jahres begannen die Einrichtungsarbeiten, und jüngst öffnete der Treff die Tore.

Träger des Geilenkirchener Therapiezentrums mit seiner Aachener Außenstelle ist die in Düsseldorf ansässige „Allgemeine Hospitalgesellschaft” (AHG), die bundesweit zwölf weitere Therapiezentren dieser Art trägt. Ziel der Einrichtungen ist es, Betroffene zu einem Leben ohne den Konsum ihres Suchtmittels zu führen.

Auch im Aachener Treff an der Jakobstraße finden ehemalige Suchtkranke, die nach einem Alkohol- oder Medikamentenentzug ein neues Leben ohne die Sucht beginnen wollen, eine Anlaufstelle. Meistens fehle den Betroffenen eine Tagesstruktur, die wieder ein normales Leben ohne die Suchtmittel ermöglicht, erläuterte Hans-Rainer Hubbes, der außerdem das Therapiezentrum im Loherhof leitet.

Hier helfen die vier Sozialarbeiter vom „Treff am Jakobsweg” in einer Tagestherapie weiter. In Gesprächen klären sie mit den Betroffenen Probleme. Wer möchte, kann auch Zeit im Kreativ-Raum des Treffs verbringen und dort mit Holz arbeiten oder an anderen Beschäftigungstherapien teilnehmen.

Ein weiteres Hilfsangebot des Treffs ist der Besuch des Betroffenen in seiner Wohnung. Die Sozialarbeiter besprechen auch dort mit dem Betroffenen aktuelle Probleme und helfen, einen Alltag ohne Suchtmittel führen zu können. „Die meisten Betroffenen haben zum Beispiel vergessen, wie man einen Haushalt führt und eine Wohnung aufräumt”, erläutert Hubbes. Auch wer rückfällig geworden ist, wird im „Treff am Jakobsweg” unterstützt. Derzeit finden dort 28 Betroffene Hilfe in jeder Lebenslage.

Wichtig ist Hubbes und seinen Mitarbeitern dabei die Zusammenarbeit mit ähnlichen Einrichtungen in Stadt und Städteregion wie der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft der Stadt Aachen, der Aachener Suchthilfe oder dem Alexianerkrankenhaus. „Es soll keine Konkurrenz entstehen”, betont Hubbes. Die ambulante Betreuung und die Tagestherapie des „Treffs am Jakobsweg” seien ein neuer Dienst innerhalb Aachens und der Städteregion, der diese Hilfe speziell für Alkohol- und Medikamentensüchtigen biete.
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