Aachen - Neue LED-Anlage: Tennisspielern geht ein Licht auf

Neue LED-Anlage: Tennisspielern geht ein Licht auf

Von: Rebecca Kiljan
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Bürgermeisterin Margrethe Schmeer und der Vereinsvorsitzende des TVV, Albrecht Wurm, nehmen das LED-Flutlicht auf der Anlage an der Weststraße in Betrieb. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Den Spielern des Tennisvereins Aachen-Vaalserquartier (TVV) ist ein Licht aufgegangen – ein energiesparendes noch dazu. „Eigentlich hätten wir das Flutlicht bereits im September zur Clubmeisterschaft gebraucht, aber manchmal läuft eben nicht alles nach Plan“, erklärt Albrecht Wurm, Vorsitzender des TVV.

Umso größer ist jetzt die Freude über die stromsparende LED-Technologie auf einem der drei Tennisplätze an der Weststraße. „Das ist der erste Einsatz von LED-Flutlicht auf Aachener Sportstätten“, berichtet Wurm bei der Inbetriebnahme stolz. Und die Beleuchtung ist auch dringend nötig.

Die Schulzeiten haben sich durch Ganztagsschulen nach hinten verschoben. Kamen die Kinder früher um 14 Uhr zum Tennisspielen, kommen sie heute erst ab 16 Uhr. Viele Berufstätige haben erst ab 18.30 Uhr Zeit, um Sport zu treiben. Somit wird es abends eng auf den Spielfeldern. Zudem wird es ab Ende August bereits ab 20 Uhr dunkel, so dass die Spieler den Ball nicht mehr sehen können. Genau diese Probleme werden durch die neue Beleuchtung gelöst.

Doch so eine Anlage müsse erst einmal finanziert werden, sagt Bernd Krumbach, Geschäftsführer der Firma „showlight“ und Konstrukteur der Anlage. „Die ersten Diskussionen im TVV waren heftig. Wer soll das bezahlen Flutlichter sind Stromfresser“, erinnert er sich.

Doch bald fand sich eine Lösung. Zum einen halfen Mitglieder und Freunde des Vereins mit Spenden aus und zum anderen finanzierte die Stadt Aachen das Vorhaben durch eine Förderung mit. Deshalb legten Bürgermeisterin Margrethe Schmeer und der Vorsitzende des Sportausschusses Boris Linden den Schalter des LED-Flutlichtes höchst persönlich um.

Damit die Kosten für die Anlage auch weiterhin gedeckt werden können, wird pro halbe Stunde Licht eine Wertmünze für drei Euro fällig. Die Vorzüge der Anlage liegen in ihrem kalten Licht und der niedrigen Wattzahl. Laut Wurm werden bei einem einfachen Spiel für einen Platz 800 Watt Leistung verbraucht und für hochklassige Spiele geringfügig mehr. Im Vergleich dazu verbraucht ein Wäschetrockner das Dreifache.

Allerdings ist ab 22 Uhr Schluss mit der Beleuchtung, damit sich kein Anwohner belästigt fühlt. Auf den Schutz von Insekten und Fledermäusen wurde ebenfalls geachtet, wie auch darauf, dass die vorbeifahrenden Autofahrer nicht geblendet werden.

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