Neue „Ladies-Night“ auf dem Osterbend gilt für alle

Von: Naima Wolfsperger
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Die Mottotage mit neuen Höhepunkten: Peter Loosen, Vorsitzender des Schaustellerverbands, und Kristina Wulf, Eurogress-Geschäftsführerin stellen die zweite Woche des Oecher Osterbends vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Statt Herzen für Frauen gibt es in diesem Jahr Gleichberechtigung auf dem Osterbend. Unter Vorbehalt. Am zweiten Freitag, dem traditionellen „Ladies-Day“, wurden bisher Rabatt-Herzen an weibliche Besucher ausgegeben. Sie konnten als Coupons auf der Kirmes eingelöst werden.

Der Tag wird mit einem neuen Konzept zur Nacht, denn am kommenden Freitag, 28. April, heißt das Motto nun „Ladies-Night“: Frauen und alle, die wie eine aussehen, zahlen ab 18 Uhr nur den halben Preis für Fahrgeschäfte und erhalten auch Vergünstigungen an den anderen Ständen.

„Ein bisschen Spaß muss sein“, sagt Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf, zu dem neuen Konzept. „Es ist ein guter Gag“, sagt Ideengeber und Vorsitzender des Schaustellerverbands Peter Loosen. Er hofft, dass sich viele Männer „möglichst fantasievoll als Frauen verkleiden“.

Aber nicht nur das ist neu, in der zweiten Bendwoche, die bekannt ist für ihre Mottotage. Am Donnerstag, 27. April, soll es nun erstmals einen Europatag geben – „den wir aber dauerhaft installieren wollen“, sagt Loosen. Inspiriert wurde er durch die Pulse-of-Europe-Bewegung „und dadurch, dass unsere Nachbarn aus Belgien und den Niederlanden schon immer zu dem Lebensalltag in der Region gehört haben und wir von­einander abhängig sind.“

Bei der vergangenen Versammlung von Pulse of Europe, am 9. April auf dem Markt, hat Loosen selbst gesprochen, für das Gemeinschaftsgefühl plädiert. Und was schon seit Jahren der Fall ist – die Nähe der Bürger des Dreiländerecks und ihre Begegnungen in Aachen und auch auf dem Bend, soll jetzt mit dem Europatag gefeiert werden.

Pulse of Europe wird mit einem Stand vor Ort sein, und Loosen möchte mit regionalen Persönlichkeiten ab 18 Uhr eine Bendbegehung machen und über die Bedeutung der Kirmes für die Region sprechen. Eingeladen seien unter anderem Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch. Verbindliche Zusagen gab es aber noch nicht.

„Zum Wahlauftakt und in den Osterferien eine solche Anfrage zu stellen ist natürlich schwierig“, sagt Loosen. Der erste politische Tag auf dem Bend scheint somit noch etwas holprig. Loosen ist aber zuversichtlich, dass regionale Größen vor Ort sein werden. Ein weiteres Angebot des Europatages ist das kostenfreie Parken auf dem Bendparkplatz – mit einer der Höhepunkte des neuen Mottotags, wie Loosen und Wulf betonen.

Zusätzlich gibt es – wie gewohnt und von vielen sehnsüchtig erwartet – am kommenden Montag den Schlemmertag mit Rabatten an den Essensständen, den Studententag mit Vergünstigungen am Dienstag und den Familientag mit halben Preisen für Fahrgeschäfte am Mittwoch. Und nicht zu vergessen: das traditionelle Abschlussfeuerwerk am Montag, 1. Mai.

In der vergangenen Woche haben etwa 100.000 Menschen aus der Euregio den Bend besucht. Das sei trotz der kalten Temperaturen keine außergewöhnlich niedrige Besucherzahl. „Im Schnitt kommen wir immer auf etwa 250.000 Besucher“, sagt Loosen.

Da gebe es keine signifikanten Zuwächse. „Der Bend dauert zwei Wochen. Ist die erste gut, dann regnet es in der zweiten oder umgekehrt.“

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