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Neue Kirche nicht nur für Gottesdienste gedacht

Von: Birgit Küchen
Letzte Aktualisierung:
Wollen mit der neuen Kirche im
Wollen mit der neuen Kirche im Westen der Stadt ein Zeichen setzen: Rolf-Egon Westerheide, Gesine Weinmiller, Mario Meyer und Harald K. Lange (von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Während in vielen Gemeinden Deutschlands, auch in der Stadt Aachen, zahlreiche Kirchengebäude zum Verkauf stehen, werden ab Frühjahr 2014 an der Vaalser Straße eine neue evangelische Kirche mit Gemeindehaus und zugehörigen Pfarr- und Küsterwohnungen entstehen. Die Verantwortlichen versprechen sich von diesem Bauprojekt, eine höhere Funktionalität: Für die Gemeindemitglieder soll es zukünftig ein vielfältiges Freizeit- und Gottesdienstangebot geben.

So sind unter anderem auch Kinder- und Jugendgottesdienste sowie Church Partys geplant. Außerdem wird der Neubau wirtschaftlich rentabler sein. Da bei den bereits bestehenden Gebäuden, dem „Dietrich-Bonhoeffer-Haus” am Kronenberg und der „Arche”, größere Umbaumaßnahmen für die Energieeffizienz nötig gewesen wären, entschied sich die Evangelische Kirchengemeinde Aachen für einen Neubau im Westen der Stadt.

Jury entscheidet einstimmig

Die beiden Gebäude werden nun verkauft, wodurch zum größten Teil das neu entstehende Gemeindezentrum finanziert werden soll. „Wir wollen mit der neuen Kirche ein Zeichen setzen: Hier sind wir als evangelische Kirche!”, betont Harald K. Lange, Baukirchmeister der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen. Im April 2012 hatte die Gemeinde einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Jetzt präsentierten Lange, Pfarrer Mario Meyer, Prof. Rolf-Egon Westerheide, Vorsitzender der Jury des Realisierungswettbewerbs, und Superintendent Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff den Gewinnerentwurf.

Nach vielen Stunden der Diskussion hatte sich die Jury, bestehend aus Gemeindemitgliedern und Fachleuten, schließlich einstimmig für den Entwurf des Berliner Architektenbüros Weinmiller entschieden. In ihrem Konzept schafft Professorin Gesine Weinmiller auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern einen Raum der Ruhe. Es handelt sich um einen mit Ziegeln verkleideten, schlichten, klaren Sakralbau für etwa 400 Kirchenbesucher. Das Herzstück des Innenraums wird ein Foyer bilden. Nach romanischen Vorbildern greift die Architektin weiterhin traditionelle Elemente auf. Wie in der katholischen Kirchenarchitektur oftmals üblich, soll es auch hier einen Kreuzgang sowie einen Innenhof geben. Ein weiterer Aspekt ihrer Ausarbeitung sind die indirekten Lichtverhältnisse, die dem Raum eine besondere Atmosphäre verleihen werden.

„Es ist für mich der erste Sakralbau, aber ich wollte schon immer eine Kirche bauen”, erklärt die Gewinnerin Gesine Weinmiller.
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