Aachen - Neue Ideen für das alte Straßenbauamt

Neue Ideen für das alte Straßenbauamt

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Das ehemalige Landesstraßenbauamt steht seit Ende März leer: Nun denken Stadtverwaltung und Gewoge über einen Kauf und die weitere Nutzung nach. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Stadt Aachen hat ein Auge auf das seit Ende März leerstehende Gebäude des Landesbetriebs Straßen.NRW am Eck von Karl-Marx- und Adenauerallee geworfen. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Wohnungsbauunternehmen Gewoge prüfen derzeit mehrere städtische Fachbereiche, wie der Bürobau aus den 1960er Jahren genutzt werden könnte.

Vorübergehend ist unter anderem auch an die Unterbringung von Flüchtlingen gedacht. Noch stehe man ganz am Anfang der Überlegungen, betont Hans Körfer, Leiter des Fachbereichs Wohnen. „Wir befinden uns absolut im Ideenstadium.“ Gleichwohl sei die Unterbringung von Flüchtlingen eine Option, denn der Bedarf an Wohnraum für Flüchtlinge ist aktuell groß und wird wohl auch weiter wachsen. Ein Flüchtlingsheim wäre dort „aber mit Sicherheit keine Dauerlösung“, unterstreicht Körfer.

Abriss und Neubau

Er würde an der Stelle eher sozialen Wohnungsbau für Familien präferieren. Da der Bürobau seine besten Zeiten ohnehin hinter sich hat, ist ein Abriss und anschließender Neubau im Prinzip fest eingeplant. Studentisches Wohnen sei ebenfalls denkbar, meint Körfer. Bis der Neubau jedoch steht, sei vermutlich der Höhepunkt der Studentenzahlen bereits überschritten. Preiswerter Wohnraum für Familien werde hingegen weiterhin gebraucht.

Gewoge und städtische Vertreter haben sich das Gebäude vor einigen Tagen auf Einladung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) des Landes genauer angesehen. Vom BLB wird das ehemalige Landesstraßenbauamt als „abgängig“ gehandelt. Da nach einer neuen Richtlinie Immobilien des Landes auch ohne Ausschreibung an Kommunen verkauft werden dürfen, sofern sie für soziale Zwecke genutzt werden, hat der BLB den Bau der Stadt Aachen angeboten.

„Wir haben zunächst nur den Zustand und die Schäden beguckt“, sagt Körfer. Und auch das städtische Presseamt betont, dass weder eine Entscheidung über den Kauf, noch über die Nutzung gefallen sei.

Nach Angaben von BLB-Pressesprecher Hartmut Gustmann geht es um einen Bau aus dem Jahr 1965 mit Hauptgebäude, Hausmeisterwohnung, fünf Garagen und 30 Stellplätzen. Rund 3000 Quadratmeter sind vermietbar. Das Grundstück ist 5000 Quadratmeter groß.

Bis zum Frühjahr hat dort noch die Belegschaft von Straßen.NRW residiert, die aber im Zuge von Umstrukturierungen nach und nach auf andere Niederlassungen verteilt wurden. Die letzten Mitarbeiter sind im März ins Gewerbegebiet Aachener Kreuz umgezogen.

Ob die Stadt das Gebäude übernimmt, wird sich frühestens nach den Sommerferien entscheiden. Dann könnten die Pläne erstmals auch den Politikern präsentiert werden.

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