Aachen - Neue Gebäude sind sehr begehrt

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Neue Gebäude sind sehr begehrt

Von: Elisa Zander
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Aachen. Selbst während der Festreden und dem Richtspruch lassen die Arbeiter ihre Werkzeuge nicht ruhen, schließlich wollen sie das fertigstellen, was im August 2010 begonnen wurde: die neue Seniorenwohnanlage „Am Reulert” der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Im Herbst dieses Jahres sollen die ersten Bewohner dort einziehen. Am Montag wurde Richtfest gefeiert. Und die Arbeiten gingen dabei lärmend weiter - wie bereits in den letzten Monaten. Das setzt großes Verständnis der Nachbarn voraus, und dafür bedankte sich Karl Schultheis in seiner Funktion als Vorsitzender des AWO-Kreisverbands Aachen-Stadt ausdrücklich. Er betonte, dass es den Verantwortlichen „nicht um einen bebauten Raum aus Beton” gehe, „sondern um die Menschen und die Verbindung der Menschen die im Stadtteil leben”.

Die neu entstehenden 30 Wohneinheiten befinden sich auf der ehemaligen Fläche eines Kindergartens und grenzen an den dort bereits bestehenden Seniorenwohnkomplex der AWO. Daher spricht der zuständige Architekt Reinhard Gerlach vom Aachener Büro „pbs Architekten” auch von einer Projekterweiterung mit der gleichen Nutzungsart, die den bestehenden Bau ergänzt.

Die drei neuen Gebäude sind zweigeschossig mit flachgeneigtem Dach. Das zur Straße zeigende Haus hat zusätzlich einen ausgebauten Dachstuhl. 14 dieser Wohneinheiten sind Einzelwohnungen, 16 können mit zwei Personen bewohnt werden. Alle Wohnungen haben neben einem energetisch modernen Konzept einen barrierefreien Zugang sowie eine Terrasse oder einen Balkon.

Lange Warteliste

Seit Bekanntgabe des Baus ist die Warteliste für den Bezug stetig gewachsen. Entschieden ist bislang jedoch noch nichts, da die Belegung mit dem Wohnungsamt der Stadt Aachen abgestimmt werden muss. Schließlich handelt es sich bei 29 der Einheiten um Appartements, die auch mit einem Wohnberechtigungsschein gemietet werden können, wie die Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes Aachen-Stadt, Gabriele Niemann-Cremer, erklärt.

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass Menschen aus dem Umfeld das im Bau neu entstehende Pflegebad mieten und zur Pflege von Angehörigen nutzen können. Vieles soll in dem Wohnkomplex ehrenamtlich angeboten werden, etwa Veranstaltungen in der Begegnungsstätte in der bereits bestehenden Wohnanlage.

Drei Millionen Euro werden in den Neubau investiert, etwa zwei Drittel des Gesamtvolumens werden durch das Land NRW finanziert. „Uns war wichtig, dass das Vorhaben in der Hand von Firmen in der Städteregion bleibt”, sagt Gabriele Niemann-Cremer zur Auftragsvergabe.

Gleiches gilt für die Gestaltung der Freifläche. Zentrales Element werden dabei drei große Linden bilden, die bereits seit vielen Jahrzehnten auf dem Gelände wachsen. Weiterhin wird ein großer Innenhof gärtnerisch gestaltet. „Die Menschen, die hier einziehen, schätzen die natürliche Umgebung und die Nähe der Einkaufsmöglichkeiten”, sagt Gabriele Niemann-Cremer. Entsprechend soll ihr künftiges zu Hause sein. Und Karl Schultheis ergänzt: „Wir wollen es den älteren Personen ermöglichen, so lange in ihrer heimatlichen Umgebung wohnen zu bleiben, wie es umsetzbar ist.”
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