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Neue Fibel informiert über Zahnersatz

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Autoren der kleinen Zahnfibel: Werner Popp, Ellen Sommer, Ursula Beck und Alexandra Gröhn von der Stadt Aachen, Abteilung Wirtschaftsförderung (v.l.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Schöne und gesunde Zähne sind nicht so teuer wie viele glauben. Das meint eine Arbeitsgruppe des Projekts 50plus und hat jetzt eine kleine Zahnfibel mit allerlei Informationen rund um Zahnersatz und Zahnerhalt herausgegeben.

Projektleiterin Ursula Beck ist davon überzeugt, dass ein gesundes Gebiss eine große Rolle spielt bei der Arbeitssuche. Denn wer schlechte Zähne habe, mache eben nicht den besten Eindruck, sagt sie.

Im Aachener Vermittlungszentrum Mypegasus kümmert sie sich um über-50-jährige Arbeitslose und macht sie fit für den Arbeitsmarkt. In vier Monaten absolvieren die Teilnehmer bei Mypegasus Kurse unter anderem in Kommunikation, EDV und Rhetorik. Und daneben planen sie das ein oder andere Projekt.

In diesem Rahmen entstand die kleine Zahnfibel, die mit dem Vorurteil aufräumen will, dass Zahnersatz und Zahnerhalt heute kaum noch zu bezahlen sind. Das kleine Faltblatt mit dem Titel „Den Kosten auf den Zahn gefühlt” gibt Infos zu den Standardleistungen der Krankenkassen, erklärt, in welchen Fällen sich Zuzahlungen lohnen und liefert Tipps für die richtige Zahnpflege.

Neuer Job

Werner Popp, Mitglied der Arbeitsgruppe, die das kleine Faltblatt erarbeitet hat, hat inzwischen einen neuen Job als Betreuungskraft in einem Altenheim. Und das habe er vor allem der Perspektive 50plus zu verdanken.

Während der Kurse habe er gelernt, sich über seinen Berufswunsch klar zu werden. Der gelernte Altenpfleger war seit Januar 2006 ohne Arbeit und wollte nicht mehr in seinen alten Beruf zurück. Heute betreut er alte Menschen, organisiert Aktivitäten in einem Altenheim und hat mit der eigentlichen Pflege nichts mehr zu tun.

Bei den Bewerbungen standen ihm die Mitarbeiter des Vermittlungszentrums zur Seite. Sie halfen ihm, Bewerbungen zu schreiben, geeignete Stellen zu finden und sich auf die Einstellungsgespräche vorzubereiten. Von den 30 Teilnehmern, die gemeinsam mit Popp bei Mypegasus für den Arbeitsmarkt fit gemacht wurden, habe inzwischen fast die Hälfte einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gefunden, sagt Ursula Beck.

Die Quoten seien von Kurs zu Kurs sehr unterschiedlich, fügt sie hinzu. Wichtiger als Zahlen seien ihr die individuellen Erfolge. Dass Popp einen Arbeitsplatz gefunden hat, der seinen Wünschen entspricht, sei ein solcher Erfolg.

Die Perspektive 50plus agiert in Aachen, Düren und Duisburg. Sie ist ein regionaler Beschäftigungspakt, der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt wird und sich auf die Integration von Menschen im fortgeschrittenen Alter in den Arbeitsmarkt konzentriert.

Beteiligt sind der Fachbereich für Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten, die Argen und verschiedene Vermittlungszentren der Region. Innerhalb des Projektes lernen die Arbeitsuchenden auch selbstständiges Arbeiten und schnuppern in neue Tätigkeitsfelder. So war es beispielsweise ein gelernter Schreiner, der für die Grafik der kleinen Zahnfibel verantwortlich war.

Die Broschüre „Den Kosten auf den Zahn gefühlt” liegt unter anderem in den städtischen Verwaltungsgebäuden, in der Arge Aachen und bei Mypegasus in der Kranzstraße 7 aus.
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