Aachen - Neue Fahrradbügel braucht die Stadt

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Neue Fahrradbügel braucht die Stadt

Von: Martina Rippholz
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So soll es bald nicht mehr sei
So soll es bald nicht mehr sein: Statt dem wilden Anschließen von Fahrrädern an allen möglichen Masten und Stangen - wie hier am Karlsbrunnen - wünschen sich Roland Jahn (Grüne) und Gaby Breuer (CDU) neue Radbügel an betriebsamen Plätzen in der Innenstadt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wer mit dem Fahrrad in Aachen unterwegs ist, kennt das Problem: Rauf auf den Drahtesel, rein in die Innenstadt, runter vom Sattel - und nun? Wohin mit dem zweirädrigen Gefährt?

Nicht selten sucht der gemeine Radler in dieser Situation nach einer Straßenlaterne, einem Zaun oder einem Verkehrsschild, eben einem wie auch immer gearteten Pfahl oder einer Stange, um sein Rad abstellen und anschließen zu können. Ein geeigneter Radbügel? In vielen Fällen Fehlanzeige.

„Besonders an den hoch frequentierten Plätzen fehlen Radabstellanlagen”, sagt Roland Jahn, Grüner und Vorsitzender des städtischen Mobilitätsauschusses. „Das gilt etwa für Markt, Neumarkt und Elisenbrunnen.”

Aufmerksam geworden sind er und seine Mitstreiterin Gaby Breuer, verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, auf diesen Mangel durch Bürger. Jahn: „Viele Leute schilderten uns das Problem im Landtagswahlkampf an unseren Ständen.”

Daraufhin sind der Grüne und die Christdemokratin aktiv geworden, haben zentrale Punkte in der Aachener City - auch das Theater, den Münster-, Kaiser-, und Jahnplatz - in Augenschein genommen. Das Fazit: In Sachen Radabstellmöglichkeiten besteht einiger Nachholbedarf.

Deshalb wollen die beiden Fraktionen das Thema in der nächsten Ratssitzung am kommenden Mittwoch auf den Tisch bringen. Jahn: „Unser Auftrag an die Verwaltung lautet: Es soll geprüft werden, wo zusätzliche Anlagen nötig und möglich sind, und in welcher Form diese umgesetzt werden können.”

Denn, so Jahn, Radbügel sei nicht gleich Radbügel. „Sie müssen stabil und sicher sein und natürlich auch ins Stadtbild passen.” Von alten „Felgenknickern” wollen Jahn und Breuer gar nichts wissen. Stattdessen müssten es neuere Halterungen sein, an die man die Fahrräder gut anlehnen und auch anschließen könne.

Wie viele Bügel am Ende hinzukommen, können die beiden Politiker noch nicht absehen. Aber sie gehen nicht davon aus, dass zusätzliche Kosten entstehen. Jahn: „Wir haben den Etat für solche Radabstellanlagen im letzten Jahr von 5000 auf 10.000 Euro erhöht. Das Geld reicht dafür aus.”

Wichtig findet Breuer, dass die neuen Radabsteller von den Bürgern auch angenommen würden, wenn sie mal da sind. „Wir wollen auf keinen Fall, dass es mal so endet wie in Maastricht. Dort sind Fahrräder aus der Innenstadt an vielen Stellen verbannt worden. Räder müssen außerhalb in Rad-Parkhäusern abgestellt werden.”

Planungen zu solchen Häuschen, in denen die Drahtesel hängend untergebracht werden, gibt es auch in Aachen. Doch dabei geht es vor allem um die Stadtbezirke wie Burtscheid oder das Frankenberger Viertel.

Die Förderanträge ans Land sind bereits gestellt, versicherungstechnisch wären die Häuschen gleichwertig mit einem Keller. Für die Innenstadt sind die Boxen laut Breuer und Jahn aber keine Lösung. „Sie nehmen zu viel Platz weg und auch optisch gibt es besseres.” Stattdessen also schlichte Bügel, die - so Breuer - je nach Aufstellort gerne vom Design her aufgewertet werden könnten.

Jetzt hoffen die Christdemokratin und der Grüne Jahn aber erstmal auf einen erfolgreichen Ratsantrag. Denn für sie steht fest: Mit den zusätzlichen Bügeln käme Aachen seinem Ziel wieder ein Stück näher. Jahn: „Ich denke, dass wir bald eine richtige Radfahrerstadt werden.”
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