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Neue Erkenntnisse über das römische Aachen

Von: Martina Stöhr
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Stellten ihr Buch im Haus Löwenstein vor: Stadtarchäologe Andreas Schaub (r.) und Prof. Raban von Haehling. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das römische Aachen war größer als bislang gemeinhin angenommen. Mit 27 bis 30 Hektar war es die größte römische Siedlung im Hinterland des Rheins. Das haben die Ausgrabungen ergeben, mit denen der Stadtarchäologe Andreas Schaub in den vergangenen Jahren beschäftigt war. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind Teil des Sammelbandes „Römisches Aachen“, der jetzt im Haus Löwenstein der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Schaub gemeinsam mit Prof. Raban von Haehling zusammenfasste, was die archäologische Arbeit in Aachen und Umgebung an neuen Erkenntnissen brachte.

Der Sammelband „Römisches Aachen“ ist das Ergebnis der Arbeit eines Arbeitskreises, dem die Stadtarchäologie Aachen, der Lehrstuhl für Alte Geschichte der RWTH und weitere Alt-Historiker angehören. Er enthält in erster Linie gedruckte Vorträge, die in den vergangenen Jahren durch den Arbeitskreis initiiert wurden, und vertieft dabei vor allem den Kenntnisstand zum römischen Aachen und seinem euregionalen Umfeld.

So werden auch die römischen Siedlungen von Maastricht und Tongeren vorgestellt. Laut Raban von Haehling ist es ein Buch, das längst überfällig war. Andreas Schaub beschrieb er als Archäologen mit glücklicher Hand, der Bewegung in die Forschung gebracht habe.

Beiden war wichtig, Themen wie die Erforschung von Infrastruktur, Ethnografie und Umsiedlungstopografie aber auch aktuelle Grabungen in Aachens Innenstadt anzusprechen, um so die Entwicklung der Siedlung Aachen präziser fassen zu können. Da der historische Quellenbestand dürftig ist, sind die Wissenschaftler dabei vor allem auf archäologische Funde angewiesen. Und die zeigen laut von Haehling, dass Aachen zu den 20 größten Thermen des Römischen Reiches zählte.

Nachzulesen sind die neusten Erkenntnisse jetzt in dem Sammelband, der sich als Ergänzung zum Band 1 der Aachener Stadtgeschichte „Die natürlichen Grundlagen. Von der Vorgeschichte bis zu den Karolingern“ versteht.

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