Aachen - Neue Entwürfe für C&A: eine echte Aufwertung

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Neue Entwürfe für C&A: eine echte Aufwertung

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
Mit einem dreigeschossigen Auf
Mit einem dreigeschossigen Aufbau will C&A seine Filiale aufwerten. Der Kölner Architekt Michael Zimmermann stellte das Projekt im Planungsausschuss vor. Entwurf: Architekten Michael Zimmermann und Co.

Aachen. Der unauffällige Zweckbau des Textilriesen C&A am Willy-Brandt-Platz wird mächtig aufpoliert. Der für die Immobilien-Holding des Brenninkmeyer-Konzerns tätige Kölner Architekt Michael Zimmermann (Büro Storch und Zimmermann) stellte jetzt dem Planungsausschuss der Stadt die allerneuesten Entwürfe vor.

„Das ist so aktuell”, begann der Planer, „dass die betroffene Filiale diese Pläne noch nicht gesehen hat.” Inzwischen jedoch seien alle im Bilde und so gab der Architekt die Gebäudeansichten frei.

Vorausgegangen war im Planungsausschuss die projektbezogenen Änderungen des Bebauungsplanes Nr. 555, Stift­straße/Promenadenstraße. Die Änderungen waren eigentlich unstrittig, allerdings wollten die Entscheidungsträger das C&A-Vorhaben zunächst etwas genauer unter die Lupe nehmen, schließlich sind die Politiker angesichts des planerischen Desaster bei der benachbarten Kaiserplatz-Galerie gebrannte Kinder.

Um so erfreulicher die Darstellungen des Architekten, der mit einem eigens gefertigten Modell in der Hand den Ausschussmitgliedern detailliert das Vorhaben schilderte. So wolle C&A die vor dem Geschäft liegende Fläche wieder „mehr zu einem Platz” machen. Mit dem dreigeschossigen Überbau und dem mit einer Glasfassade im Erdgeschoss breiter gezogenen Eingang erreiche man, so der Architekt, „dass die bisher eher nach innen gekehrten Verkaufsräume sich mehr nach außen öffnen”. Außerdem erhalte der Willy-Brandt-Platz an dieser Seite jedenfalls eine Randstruktur, die ihm zweifellos guttue.

Auf der rückwärtigen Seite der neuen Fassade werde der bestehende Baukörper um ein Geschoss erhöht. Das sei bereits jetzt teilweise als Technikgeschoss vorhanden, werde dann aber über die gesamte Fläche erweitert. Zur Nutzung erklärte Zimmermann, mit der Erweiterung werde am Ende mehr Platz gewonnen, als für den Textilverkauf nötig wäre. „Wir wollen bewusst dort weitere Mieter unterbringen”, erläuterte er das Vorhaben.

Vor allem dränge man darauf, dort Gastronomie anzusiedeln: „Das wird ebenfalls den Platzcharakter verbessern”, meinte der Architekt. Einige Bauchschmerzen hätte zunächst das Ansinnen der Stadt gemacht, dort eine Bahn vorbeifahren zu lassen. Die geplanten Höhen des Vorbaus ließen das jedoch allemal zu. Ratsherr Michael Servos (SPD) fragte nach, ob alles passt, wenn mehr Busse über den Platz rollen. „Wenn man bei uns hält, haben wir keine Probleme damit”, meinte der Planer lächelnd.

Für die Fassaden habe man vier verschiedene wirkende Werkstoffe vorgesehen, die je nach gewünschter Sichtbarkeit und Lichtdurchlässigkeit eingesetzt würden. Maike Schlick (CDU) begrüßte ebenso wie SPD-Sprecher Norbert Plum die Pläne, für Michael Rau (Grüne) ist dies eine „echte Aufwertung”. Der Planungsausschuss zeigte sich angetan vom Projekt und stimmte zu, auch der Architektenbeirat hatte bereits grünes Licht gegeben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert