Aachen - Neue „Bel Etage” für den Büchel

Neue „Bel Etage” für den Büchel

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Eine „Bel Etage” statt hässlichem Parkhaus am Büchel: Dort soll ein qualitativ hochstehender Mix aus Einzelhandel und Gastronomie entstehen. Animation: Benthem Crouwel/Strabag

Aachen. Die Karten liegen auf dem Tisch: Im Planungsausschuss hat die Kölner Strabag-Real-Estat, vorgetragen von ihrem Prokuristen Rainer Maria Schäfer, die Diskussion um die ehemalige „Trendbox” am Büchel beendet.

Die Kölner Projektentwickler präsentierten am Donnerstag den neuen Namen „Bel Etage” und den alten, allerdings erstplatzierten Entwurf des Architektenbüros Benthem Crouwel (Aachen/Amsterdam).

Wie das Parkhaus-Grundstück (Apag, etwa 4,6 Millionen Euro) kauften die Projektentwickler auch den „absolut genialen” Entwurf, wie Schäfer ihn hoch lobte. Er wurde dem Ausschuss nochmals von Architekt Markus Sporer (Benthem Crouwel) in Erinnerung gerufen, bevor Schäfer die Absichten der Strabag erläuterte.

Freier Blick

Auf insgesamt 8000 Quadratmetern Mietfläche soll es einen gehaltvollen „Mix” aus Einzelhandel und Gastronomie auf zwei Verkaufsetagen geben. Das Deck des Gebäudes wird, wie in dem Benthem-Crouwel-Entwurf von Beginn an vorgesehen, als großzügige Dachterrasse oder auch Freizeit-Deck bestehen bleiben, auf der Bars und Cafés zur Erholung einladen - der Hit damals bei der Vorstellung 2006 war der „freie Blick auf Dom und Rathaus, etwa beim Eislaufen im Winter oder in der sandigen Strandbar im Sommer”, der Bereich nennt sich nun im Entwurf ambitioniert „Bellevue”, „schöne Aussicht”.

Schäfer legte ausdrücklich dar, dass für ihn bei dem 30 Millionen-Projekt in Aachens Mitte eine „qualitativ hochstehende” Entwicklung des Standortes Vorrang habe vor einer eventuell befürchteten Quantitativen Ausdehnung der Einzelhandelsflächen, wie sie momentan bei den Aachen Arkaden diskutiert werden.

„Wir verstehen uns auch nicht als Konkurrenz zu der geplanten Kaiserplatz-Galerie. Das ist eher ein traditionelles Projekt”, betonte Schäfer. Das, was die Kölner vorhaben, soll mehr Pfiff und Extravaganz haben - so, wie die Architektur es nahe lege. Das große Plus des Entwurfs sei der Eingangsbereich, der den Büchel „nach innen zu einem interessanten Platz” erweitere.

Das Untergeschoss des Parkhauses soll mit 137 Parkplätzen erhalten bleiben, erläuterte Schäfer: „Das brauchen wir für das Objekt”, Baubeginn soll Ende 2009, Anfang 2010 sein. Die Strabag sei durch persönliche Kontakte zu den Architekten ermutigt worden, sich in Aachen zu engagieren.

Das Projekt selbst wertete als Klammer zwischen der Citylage und der kommenden Kaiserplatz-Galerie. Claus Haase (SPD) erkundigte sich nach Ankermietern, die Antwort: Die Nachfrage sei bereits jetzt schon so gut. Petra Müller (FDP) forderte die Investoren auf, sich „lokale Größen” ins Haus zu holen - hier gab es von Seiten des Investors eifrige Zustimmung.
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