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NAK schreibt zum zweiten Mal einen Preis für junge Künstler aus

Von: Martina Feldhaus
Letzte Aktualisierung:
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Fördern junge Kunst: (v.l.) NAK-Direktor Ben Kaufmann, Stawag-Vorstand Christian Becker und Werner Dohmen vom NAK. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Neue Aachener Kunstverein (NAK) will sich verändern. Er will sich öffnen – für Aachen, für die Bürger. So lautet die Maßgabe für den neuen NAK-Direktor Ben Kaufmann, der seit September im Amt ist. Aktionen, Kooperationen und Projekte mit Akteuren aus der Region sollen eine stärkere Rolle spielen als bisher – neben den Kunst-Ausstellungen, die in der Vergangenheit vor allem von Kunstkennern besucht wurden.

Einen Teil dieser Öffnung bildet der NAK-Preis für Junge Kunst. Einmal wurde er bislang verliehen, im Jahr 2012. Damals erstritt sich die in Maastricht lebende Künstlerin Eleni Kamma den auf 3000 Euro dotieren Preis – und setzte sich gegen rund 100 Mitbewerber durch. Damals wurde ihr anschließend eine Solo-Ausstellung in den weißen NAK-Räumen im Stadtpark gewidmet. Das war‘s.

Jetzt wird der NAK-Preis erneut ausgeschrieben. Dahinter steckt diesmal ein größeres Ausstellungs-Projekt mitsamt pädagogischem Vermittlungsprogramm für Studenten und Schüler. „Wir wollen, dass junge Menschen aus der gesamten Euregio hier zusammenkommen, dass sie über Kunst diskutieren und sich austauschen“, erklärt Vereinsvorsitzender Werner Dohmen. Deshalb habe man den Preis initiiert. Und zwar gemeinsam mit der Stawag. Die ist in der Lombardenstraße ansässig und somit ein direkter NAK-Nachbar. „Wir wollen die Kunstaktivitäten und den Künstlernachwuchs in der Region gerne fördern. Deshalb machen wir mit“, erklärt Stawag-Vorstand Christian Becker.

Alle drei, Kaufmann, Dohmen und Becker, hoffen auf möglichst viele Bewerber. „Es wäre toll, wenn wir die Zahl der Einsendungen vom letztem Mal verdoppeln könnten“, sagt NAK-Chef Kaufmann. Die Chancen dafür stehen gut. Denn beworben wird der Preis längst nicht nur in Aachen. Aus der ganzen Euregio, bis Düren, Maastricht oder Eupen, sind Bewerbungen von bildenden Künstlerinnen und Künstlern willkommen. Vor allem auch Studenten der (Kunst-)Hochschulen in Aachen und Maastricht sind aufgerufen, mitzumachen. Weder beim Thema noch beim Medium gibt es irgendwelche Vorgaben. Dohmen: „Was zählt, sind Ideen und Konzepte.“

Ein paar Auflagen aber gibt‘s – wie bei Preisen üblich – schon. Die Bewerber dürfen nicht älter als 40 Jahre sein. Und sie sollten in der Eurgio leben und arbeiten, dort geboren oder ausgebildet worden sein und eine professionelle Ausstellungstätigkeit nachweisen können. Einsendeschluss ist der 15. Juni. Im Juli wird eine regionale Fachjury (siehe Box) die Arbeiten sichten, im September folgt die Ausstellung im NAK. Dort wird nicht nur der Sieger seinen Platz bekommen. Kaufmann: „Wir stellen uns ein Best-of vor, so dass noch vier andere, sehr gute und interessante Kunstpositionen gezeigt werden können.“ Auch ein Video, in dem sämtliche Bewerber kurz vorgestellt werden, ist in Planung, um „zu zeigen, welches künstlerische Potenzial die Region hat.“

Die besten kommen außerdem in einen Ausstellungskatalog, ein wichtiges Dokument für ihre weitere Tätigkeit. Zu guter Letzt sind Workshops und Aktionen mit Aachener und euregionalen Schulen und Hochschulen geplant, in Kooperation mit der Jugendkunstschule Bleiberger Fabrik. Die Öffnung schreitet voran.

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