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Nächtliche Jagd verspricht Nervenkitzel

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Machen die Stadt zum Spielfeld: Paul Kocyla, Jacek Wisniowski, Jan Simons und Heiko Weinen vom Förderverein euregionale Digitalkultur sowie Inge Blume von der Sambagruppe Apicu. Foto: Harald Krömer

Aachen. Gesellschaftsspiel wäre das treffendste Wort, klänge es nicht so altbacken. „Journey to the End of the Night” haben es die Erfinder genannt, die es im Jahr 2006 erstmals in San Francisco gespielt haben, später in anderen amerikanischen Städten, dann in London und Wien und nun erstmals in Deutschland. Austragungsort ist Aachen.

Die Organisatoren erwarten zur Premiere am kommenden Samstag, 17. Oktober, gut 200 Mitspieler. Die meisten werden sich erst im Laufe des Abends kennenlernen - vermutlich atemlos und vollgepumpt mit Adrenalin.

„Nervenkitzel” verspricht Veranstalter Heiko Weinen den Teilnehmern, die die Stadt mit neuen Augen entdecken werden, Straßenzüge nach Unterschlüpfen und Plätze nach Beobachtungsmöglichkeiten absuchen werden. Denn für die nächtlichen Läufer wird es darum gehen, einer unbekannten und größer werdenden Zahl von Häschern zu entkommen.

Fangen für Erwachsene

Von einem „etwas aufwendigeren Fangenspiel für Erwachsene” spricht Mitorganisator Jacek Wisniowski, der ebenso wie Weinen im Förderverein euregionale Digitalkultur (FeD e.V.) aktiv ist und mit dem nächtlichen Ereignis das Grundprinzip von Comupterspielen zurück in die Realität holt - freilich völlig gewaltfrei und unblutig.

Aachens Altstadt wird die malerische Kulisse für das Spiel bieten, bei dem es darum geht, eine etwa zehn Kilometer lange Strecke zurückzulegen, mehrere Checkpoints anzusteuern und den Jägern zu entkommen. Wer als Erster das Ziel erreicht, ist Sieger.

Die Schwierigkeit: Jeder Läufer, der unterwegs gefangen wurde, wird sogleich selbst zum Jäger. Das Heer der Jäger wird somit im Laufe der Zeit immer größer und unübersichtlicher. Erkennen können sich Läufer und Jäger nur an unterschiedlich farbigen Armbändern. Auch die Jäger haben einen Anreiz weiterzuspielen: Wer die meisten Läufer fängt, wird ebenfalls Sieger. Und schließlich wird es auch noch einen dritten Gewinner geben, wie Weinen und Wisniowski erläutern. Denn an den insgesamt zehn Checkpoints sollen Aufgaben und Rätsel gelöst werden. Der beste Absolvent wird ebenfalls geehrt.

Los geht es um 18.30 Uhr auf dem Markt. Die Strecke bleibt bis zum Tag des Ereignisses streng geheim. Nach etwa vier Stunden wird der Sieger im Ziel erwartet, dann mündet die „Journey” in eine Party „bis zum Ende der Nacht”.

Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt. Die Organisatoren, durchweg im Studentenalter, würden sich freuen, wenn auch Ältere Interesse zeigen würden. Gute Stadtkenntnisse sind vermutlich wichtiger als gute Kondition. „Es gibt verschiedene Strategien”, sagt Weinen. Mindestens so wichtig wie Schnelligkeit sind Beobachtungsgabe, Wendigkeit und Raffinesse. Letztere darf jedoch nicht dazu führen, Fahrräder, Skates, Autos oder Taxen zu benutzen. Einzige erlaubte Fortbewegungsmittel sind die eigenen Füße und öffentliche Busse.

Damit das Ganze dann doch noch eine Verbindung zur digitalen Welt hat, übertragen die Organisatoren den Ablauf mittels Videobeamer und Kamera von Aachen nach Wien und von Wien nach Aachen, denn in Österreich wird das Spiel zeitgleich ausgetragen.

Auf eine „unvergessliche Herbstnacht” hoffen die Veranstalter dieses völlig unkommerziellen Ereignisses. Auch Zuschauer kommen auf ihre Kosten, denn begleitet wird der Lauf von der Sambagruppe Apicu. „Gemafreie Musik” steuern zur Party die Elektronikspezialisten „Breitbandkater” und „Das blaue Monster” bei.
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