Aachen - „Nachtaktiv”: Mit drei Stunden Sport ins Wochenende

„Nachtaktiv”: Mit drei Stunden Sport ins Wochenende

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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In Rothe Erde gibt es kaum Angebote für junge Leute. Das soll sich jetzt ändern. Am 18. Juni startet das Projekt „Nachtaktiv” in der Turnhalle Barbarastraße. Jeden Freitag ist die Halle dann ab 22 Uhr drei Stunden lang geöffnet. Von links Pfarrer Markus Frohn, Stefan Schnee (Leiter des Jugendhauses), Bezirksbeamter Karlheinz Görmer, Rhenania-Pressewartin Uschi Brammertz, Hans Georg Suchotzki (Leiter des Sportamts), Udo Bertram (Polizei), Vera Schröder (Fachbereich Jugend) und Rhenania-Vorsitzender Klaus-Dieter Jakoby. Foto: Ralf Roeger

Aachen. . Jugendliche von der Straße holen und ihnen attraktive Angebote machen: Das ist der Grundgedanke von „Nachtaktiv”. In Aachen gibt es inzwischen bereits etwa zehn Angebote dieser Art. Nun sollen auch die Jugendlichen in Rothe Erde die Chance bekommen, jeweils freitags von 22 bis 1 Uhr in der Turnhalle Barbarastraße unter Aufsicht Sport zu treiben.

Die Polizei und die Stadt Aachen begrüßen das Angebot gleichermaßen und hoffen, dass es entsprechende Resonanz findet.

Sozialpädagoge vor Ort

„In Rothe Erde gibt es ja nichts für die jungen Leute”, sagt Uschi Brammertz, Pressewartin von BC Rhenania Rothe Erde. Sie suchte sich Unterstützung im Kinder- und Jugendhaus St. Barbara und regte an, gemeinsam ein nächtliches Sportangebot für Jugendliche zu organisieren. Wichtig war ihr dabei, dass neben einem Übungsleiter auch ein Sozialpädagoge vor Ort ist, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Stefan Schnee, Leiter des Jugendhauses St. Barbra wird die pädagogische Leitung übernehmen.

Messbare Erfolge

Laut Brammertz tragen Angebote wie „Nachtaktiv” messbar dazu bei, jugendliche Randalierer auf andere Gedanken zu bringen. „Wer drei Stunden lang Sport getrieben hat, der hat gar keine Lust mehr, sich zu prügeln oder anderen Unsinn zu machen”, weiß sie.

Und so habe sich auch in Walheim die Situation mit dem Angebot beruhigt. Dort läuft „Nachtaktiv” als Kooperationsprojekt der Jugendeinrichtung „Space” und der Hertha Walheim seit einem Jahr - und das mit großem Erfolg, wie Brammertz meint.

Zwar sind es bislang überwiegend Jungen, die das nächtliche Angebot wahrnehmen, aber Brammertz hofft, in Zukunft auch immer mehr Mädchen für die Angebote zu gewinnen. Wichtig sei, Übungsleiterinnen auszubilden: Denn die sorgten dann dafür, dass sich auch Mädchen angesprochen fühlen. In Rothe Erde wird Rekan Rasho als Übungsleiter eingesetzt. Er rechnet damit, dass die Jugendlichen in der Turnhalle Barbarastraße vor allem Fußball spielen werden. „Die Mädchen kommen allenfalls als Zuschauerinnen”, vermutet er. Das soll aber nicht so bleiben. Die Mädchen mit einzubinden, hält Brammertz für besonders wichtig.

Interessierte Jugendliche können die Turnhalle an der Barbarastraße zu den genannten Zeiten ohne Voranmeldung besuchen. Aber sie müssen sich an die Regeln halten: „Kein Alkohol, keine Drogen, keine Gewalt” lautet die Devise.

Rhenania Rothe Erde will sich mit diesem Angebot einmal mehr für die Jugendlichen einsetzen. „Die haben es bitter nötig in diesem Viertel”, sagt Klaus-Dieter Jakoby, Ratsmitglied und Vorsitzender von Rhenania Rothe Erde. Es sei dem Verein ein besonderes Anliegen, benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Chance zu geben.

„Nachtaktiv” startet am 18. Juni um 22 Uhr in der Turnhalle Barbarastraße.
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