Aachen - Nacht der spirituellen Lieder: Singen wie ein kleiner Urlaub

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Nacht der spirituellen Lieder: Singen wie ein kleiner Urlaub

Von: krü
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Im zwanglosen Rahmen gemeinsam singen: Diese Idee begeistert seit gut zehn Jahren viele Besucher der Nacht der spirituellen Lieder in der Citykirche. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Herzenslieder zwischen Himmel und Erde“ singen die rund 300 Männer und Frauen an diesem Abend in der Citykirche St. Nikolaus. Die 40. Nacht der spirituellen Lieder bietet einmal mehr Raum für Gemeinschaft im Gesang und ist für jeden Einzelnen ein beeindruckendes Erlebnis.

Wer gegen 20 Uhr die Kirche betritt und sich auf das Gemeinschaftserlebnis einlässt, kann daraus einiges mitnehmen, sind die beiden Initiatorinnen Alwine Deege und Abhiti Kunz überzeugt. Die beiden Frauen haben die Liedernacht mit der Premiere am 2. Juni 2004 ins Leben gerufen und damit eine Idee entwickelt, die in dieser Form völlig neu war und mittlerweile bundesweit in 60 Städten mit wachsendem Erfolg nachgeahmt wird. Sogar bis in die USA hat die Idee ihre Kreise gezogen, wie Deege stolz erklärt.

In der Mitte der Citykirche sind diesmal Sonnenblumen drapiert, drum herum begegnen sich viele Dauergäste, neugierige Erstlinge und überhaupt Menschen aus ganz Aachen und darüber hinaus. Vier Mal im Jahr zieht die Liedernacht als offener Treffpunkt zwischen 300 und 500 Menschen an. „Im Advent kommen sogar noch mehr Sänger, dann gehen uns auch schon mal die Liedzettel aus“, sagt Deege. Wechselnde Künstler aus ganz Deutschland setzen Akzente in der Gestaltung.

Diesmal waren Liedermacherin Iria Schäfer aus dem Allgäu sowie Gitarrist Ali Schmidt und Flötistin Michaele Hustedt dabei. Die beiden sind Gründer und Leiter des 80-köpfigen „MantraChors Berlin“. In zahlreichen Liedernächten, Workshops und Seminaren in Deutschlands und im Ausland sind sie als Botschafter der spirituellen Lieder der Welt unterwegs. In Berlin-Neukölln haben sie in der Martin-Luther-Kirche bereits 28. Liedernächte veranstaltet.

„Der Wunsch ist groß, im zwanglosen Rahmen, überkonfessionell gemeinsam zu singen“ betont Deege. Die Gemeinsamkeit schaffe eine besondere Atmosphäre, die dicht und konzentriert sei, wie Kunz erklärt. „So eine Nacht ist für viele Besucher wie ein Kurzurlaub“, meint sie. Eine große Fluktuation gebe es während der rund vier Stunden nicht, das Publikum ist insgesamt eher etwas älter. „Es begegnen sich ganz verschiedene Menschen, die zu einer großen Gemeinschaft werden.

Das nicht-kommerzielle Projekt finanziert sich über einen empfohlenen Kostenbeitrag in Höhe von derzeit zwölf Euro pro Person. „Damit decken wir unsere Ausgaben und fördern die Weiterverbreitung der Veranstaltung. Was übrig bleibt, geht an ein Kinderheim in Afrika. An ihrem bewährten Konzept wollen Deege und Kunz nichts verändern. Die 41. Nacht der spirituellen Lieder mit Barbara Swetina, Mark Fox und Angelika Thomé findet am Freitag, 12. Dezember, in der Citykirche statt.

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