Aachen - Nachbarschaftstreff auf Spenden angewiesen

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Nachbarschaftstreff auf Spenden angewiesen

Von: Martina Stöhr
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Im Nachbarschaftstreff an der Robert-Koch-Straße fühlen sich die meist türkischstämmigen Kinder und Jugendlichen aus dem Vertel wohl. Betreuer wie Kathrin Lubisch von der Barockfabrik (links) unterbreiten viele Angebote zur Freizeitgestaltung. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Es fehlen die Mittel, um Kinder und Jugendliche langfristig zu begleiten“, meint Marion Stickelmann, Leiterin der Nachbarschaftstreffs in der Robert-Koch-Straße. Hier verbringen überwiegend türkische Bewohner des Viertels einen guten Teil ihrer Freizeit. Manche fühlen sich schon so zu Hause, dass sie sich einen Tag ohne den Besuch des Treffs gar nicht vorstellen können.

Das Angebot reicht vom Jugendtreff über spezielle Gruppen für Mädchen bis zur Nachhilfe und Deutschkursen. Die kontinuierliche Arbeit mit den Jugendlichen ist laut Stickelmann die Basis für deren gesunde Entwicklung. Sie und ihr Team wollen die jungen Leute von der Straße holen und ihnen eine Perspektive bieten. „Je früher man damit anfängt, desto besser“, meint sie.

Doch für viele Initiativen fehle das Geld. Und die Herausforderungen sind vielfältig. Das Team des Nachbarschaftstreffs will seinen Besuchern niedrigschwellige Hilfsangebote in allen Lebenslagen bieten. Konfrontiert werden die Sozialarbeiter dabei auch schon mal mit Müttern, die nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, weil der Vater das gesamte Geld verspielt, oder mit Familien, denen die Erziehung ihrer Kinder aus den Händen gleitet. Sie alle sollen im Nachbarschaftstreff in der Robert-Koch-Straße eine Anlaufstelle finden.

Zwischen 45 und 50 Besucher kommen täglich und nutzen das Angebot an Deutschkursen, Sportangeboten, Kochkursen und Förderunterricht. Daneben nehmen Sozialtrainings mit Kindern und Jugendlichen sowie die Sozialberatung einen großen Raum ein. Geplant ist zudem eine spezielle Jungengruppe, für die noch ein Betreuer mit Migrationshintergrund gesucht wird.

Die Besucher des Treffs bringen sich auch selbst mit ein: So ist das gemeinschaftliche Abendessen nach der Kreativwerkstatt (in Kooperation mit der Bleiberger Fabrik) der Initiative einer Mutter zu verdanken. Marion Stickelmann und ihr Team werden aber auch immer wieder mit Geldnot, Sucht, Gewalt, Obdachlosigkeit und ähnlichen Problemen konfrontiert. Um sie bewältigen zu können, habe man gute Kontakte zu Hilfesystemen und Netzwerken in Aachen geknüpft, so Marion Stickelmann. Dazu gehöre auch ein reger Austausch mit Einrichtungen des Umfelds, der Aachener Tafel, der Polizei und der Moschee in der Robert-Koch-Straße.

Um die vorwiegend türkischstämmigen Familien mit multikulturellem Hintergrund auch weiterhin wirksam begleiten zu können, sei der Treff dringend auf Spendengelder angewiesen, meint Leiterin Marion Stickelmann. Nur dann könne sichergestellt werden, dass Jugendliche und Kinder in dem sozialen Brennpunkt eine gute Basis bekämen.

Gebeten wird deshalb um finanzielle Hilfe. Spendenkonto: Sparkasse Aachen, Kontonummer: 100 5818, Bankleitzahl: 390 500 00, Stichwort: Jugendtreff.

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