Aachen - Nach Momo erobert bald Peter Pan die Bühne

Nach Momo erobert bald Peter Pan die Bühne

Von: Katharina Gerstheimer
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Das Konzept für das inklusive Theaterstück steht: Frank Rommerskirchen (links) erläutert im Gespräch mit Bernd Büttgens das Bühnenbild für Peter Pan, der im kommenden Juni die Bühne des Das Da Theaters erobern soll. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Behinderungen nicht als Schwächen, sondern als Bereicherungen zu sehen, so lautet das Ziel des Inklusionsprojekts am Aachener Das Da Theater. Am Sonntag hat das Theater um Intendant Tom Hirtz bei einer Matinee das Stück Peter Pan vorgestellt, das behinderte und nicht behinderte Schauspieler gemeinsam auf die Bühne bringen.

Ein erster Blick auf Bühnenbild, Kostüme und die fröhliche Darstellergruppe verriet, dass die Zuschauer eine außergewöhnlich bunte und vielseitige Inszenierung erwartet. Als Moderator Bernd Büttgens die jungen Laienschauspielerinnen Britta und Jana auf der kleinen Bühne Das Da Theater begrüßte, war von Barrieren oder Berührungsängsten keine Spur. „Bei Momo war dieses Inklusionsgefühl hinter der Bühne einfach einmalig“, erzählte Britta, die bereits 2011 in dem Stück von Michael Ende die Schildkröte Kassiopeia spielte. Ihr Rollstuhl war dabei kein Hindernis, sondern Teil ihrer Figur. Beim Inklusionsprojekt des Theaters in Kooperation mit dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Aachen (VKM) werden aus scheinbaren Schwächen wertvolle Besonderheiten.

Durch die positiven Erfahrungen aus der letzten Zusammenarbeit entstand die Idee für eine weitere Inszenierung. Die Entscheidung für das berühmte Stück Peter Pan fiel Intendant Hirtz leicht. Die beliebte Geschichte über Kinderträume, Indianer, Piraten und Elfen bietet viel Freiheit für die Bedürfnisse der besonderen Schauspieler. Daniela Jahn, Geschäftsführerin des VKM Aachen, war sich sicher, dass die Herausforderung den behinderten Teilnehmern auch abseits der Bühne mehr Selbstbewusstsein geben wird.

Obwohl bis zur Premiere im Juni 2015 noch Zeit ist, laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Chris Eisenburger stellte am Sonntag bereits die Musik des Stücks vor. Die verspielten, melancholischen Klänge passten zu den liebevoll gestalteten Kostümskizzen von Frank Rommerskirchen.

Das Konzept steht, die Proben haben bereits begonnen, das Ensemble ist fast vollständig. Einzig Peter Pan fehlt noch. Doch Tom Hirtz und sein Team sind zuversichtlich, dass bald eine passende Besetzung gefunden wird.

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