Aachen - Nach einem Jahr schon schön grün

AN App

Nach einem Jahr schon schön grün

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
7575549.jpg
Willkommen im Garten: Rund 100 Leute machen derzeit mit bei „HirschGrün“. Weitere Interessenten, die auf dem Areal an der Richardstraße Hand anlegen wollen, sind gerne gesehen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Emsig legen Jung und Alt neue Beete an, pflanzen Steckzwiebeln und machen alles frühlingsfein: Das zweite Gartenjahr bei „HirschGrün“ lässt sich gut an. Mitten in der Aachener Innenstadt ist hier eine Oase, eine kleine grüne Lunge entstanden.

„Das erste Frühlingsfest ist deshalb zugleich eine Geburtstagsparty“, freut sich Mitinitiator Horst Schnitzler. Er und die anderen Gründungsmitglieder Alexandra Kessler und Eduard Reimann zogen jetzt nach zwölf Monaten ein positives Fazit. Vor einem Jahr begann man mit Schaufeln und Gründünger-Samen, eine harte und lehmige Brachfläche an der Richardstraße zum ersten Aachener Gemeinschaftsgarten umzuwandeln. Inzwischen hat sich der urbane Garten zu einem beliebten Stück Grün in der Aachener Innenstadt entwickelt.

Rund 100 Leute machen derzeit mit, nutzen den Garten regelmäßig, säen und ernten. „Immer mehr Leute kommen hinzu, und Neue sind uns stets willkommen“, betont Schnitzler. Der Garten sei nicht nur ein Naturerfahrungsraum, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, an dem Jung und Alt zusammenkommen. Kinder lernen hier die Schönheit der Natur kennen, sehen, wie Gemüse heranwächst. „Ich habe letztens Mädchen und Jungen die verschiedenen Wildkräuter erklärt, die hier wachsen. So etwas kennen die Kinder aus der Stadt sonst oft gar nicht“, gibt Reimann ein Beispiel.

Es sei ganz normale Gartenarbeit, die derzeit auf dem Programm steht, wie Kessler erklärt. „Hier in der Stadt gibt es kaum noch Grünflächen. Gerade durch den Bau der Kaiserplatzgalerie werden wieder städtische Flächen versiegelt“, stellt sie fest. „HirschGrün“ biete Raum zum Erholen, zum Entdecken der Natur und ihrer Schätze, schule den respektvollen Umgang mit der Natur. „Und Gärtnern macht glücklich“, betont Reimann schmunzelnd. Die Resonanz der Bevölkerung ist groß. „Wir hätten nie gedacht, dass sich diese brachliegende Fläche so schnell in eine kleines Paradies verwandelt“, sagt Schnitzler.

Von Familien, die ihre ersten gärtnerischen Schritte unternehmen, bis hin zu passionierten Gärtnern machen Bürger aus verschiedenen sozialen Schichten und Altersklassen mit. „Es geht auch um den Aspekt des Teilens und darum, voneinander zu lernen“, sagen die Initiatoren. Da erklärt der Fachmann dem Laien gerne, wie das mit dem Saatgut funktioniert. Und am Ende freuen sich alle über eine reiche Ernte.

Pläne für die Zukunft dieses urbanen Gemeinschaftsgartens haben die Initiatoren in der Tasche: Eine Beteiligung am nächsten Kulturfest „Lothringair“ an der Lothringer Straße im Sommer ist sicher. Und man wünscht sich eine Integration in den neuen Suermondtpark. „So könnte hier in etwa drei Jahren ein großes grünes Paradies entstehen, das für alle Bürger offen ist“, meint Schnitzler.

Das Frühlingsfest findet am Samstag, 26. April, von 14 bis 22 Uhr im Gemeinschaftsgarten „HirschGrün“ an der Richardstraße 7 statt. Auf dem Programm stehen Kistenklettern und Livemusik von Bunkerjazz und dem Schlagsaitenquartett. Es gibt veganes und vegetarisches Essen und Getränke.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert