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Nach den tödlichen Messerstichen drohen nun bis zu 15 Jahre Haft

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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In diesem Haus ereignete sich am Donnerstagabend die Bluttat. Im Erdgeschoss befindet sich ein spanisches Esslokal. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Als Axel Costard, Mitarbeiter des städtischen Presseamtes, am Donnerstag nach der Sitzung des Mobilitätsausschusses noch einmal ins Büro an der Elisabethstraße ging, staunte er über das große Aufgebot an Polizei und Rettungskräften vor dem Nachbarhaus Nummer 6. Er ahnte nicht, dass sich dort kurz zuvor ein tödliches Drama ereignet hatte. In einer der zahlreichen Wohnungen war es zu einem Streit zwischen zwei jungen Männern gekommen.

Beide bildeten nach Darstellung von Oberstaatsanwalt Robert Deller eine Wohngemeinschaft, die aber einer von ihnen beenden wollte. Nach zunächst mündlichen Attacken griff ein 24-Jähriger zu einem Küchenmesser und stach mehrfach auf seinen zwei Jahre jüngeren Kontrahenten ein. Dieser erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen. Der Täter hat gestanden, er sitzt in U-Haft. Der 24-Jährige wird des Totschlags beschuldigt, wegen des Fehlens des Tatbestandsmerkmals Heimtücke handelt es sich nicht um einen Mord. Totschlag wird mit Freiheitsentzug zwischen fünf und 15 Jahren geahndet.

Wenige Stunden später ereignete sich in der Innenstadt eine weitere Messerstecherei: Beim Rauchen eines Joints in einer Wohnung gerieten sich morgens drei junge Männer im Alter von 16 bis 23 Jahren heftig in die Haare. So sehr, dass bei dem Streit der 23-Jährige mit zwei Küchenmessern auf die beiden anderen zurannte und offensichtlich zustechen wollte.

Die beiden konnten jedoch noch rechtzeitig flüchten. Der 22-Jährige erlitt durch Abwehrhaltungen Schnittwunden an den Armen, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Alle drei wurden von der Polizei vorübergehend festgenommen. Angeblich haben sich die drei unmittelbar vor der Tat zufällig in der Innenstadt kennengelernt. Warum der Streit ausbrach, ist bislang unklar.

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