Nach Auto-Attacke: Anklage wegen versuchten Totschlags

Von: wb
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Aachen. Tatwaffe Auto: Wegen versuchten Totschlags hat die Aachener Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 23-Jährigen erhoben. Die Strafverfolger werfen ihm vor, Mitte Juli an der Wüllnerstraße einen jungen Mann nach einem Streit mit seinem Wagen angefahren und verletzt zu haben.

Dabei müssen sich in dieser Nacht im Hochschulviertel dramatische Szenen abgespielt haben. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte sich der Angeschuldigte „ohne Grund” mit einem 26-Jährigen und dessen Begleiter angelegt. Obwohl die beiden noch versucht haben sollen, dem Streit aus dem Weg zu gehen, soll der alkoholisierte junge Aachener in sein Auto gestiegen und auf seine Kontrahenten zugerast sein. Einer der beiden konnte sich mit einem Sprung zur Seite retten, der 26-Jährige aber wurde an den Beinen erfasst.

Als er verletzt zwischen zwei parkenden Autos lag, soll der 23-Jährige die Wagen mit seinem Fahrzeug noch gerammt haben. Während das Opfer mit Brüchen und Prellungen auf der Straße lag, machte sich der Angreifer aus dem Staub. Nach kurzer Flucht konnte er jedoch noch in der Nacht festgenommen werden, seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Motiv unklar

Neben dem versuchten Totschlag, für den allein das Strafmaß zwischen 5 und 15 Jahren Haft liegt, wirft die Staatsanwaltschaft dem Aachener auch noch gefährliche Körperverletzung, vorsätzliche Trunkenheit im Verkehr, vorsätzlichen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Sachbeschädigung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor.

Das Motiv des jungen Aacheners liegt für die Strafverfolger noch im Dunklen. In Vernehmungen hat er nach Auskunft von Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg allerdings bislang erklärt, er habe den 26-Jährigen nicht vorsätzlich überfahren wollen.

Derzeit befasst sich die Schwurgerichtskammer des Aachener Landgerichts mit der Entscheidung, ob ein gerichtliches Hauptverfahren eröffnet wird. Sollte die von der Staatsanwaltschaft erhobene Anklage zugelassen werden, wäre laut Dr. Schützeberg schon bald mit einem Prozess zu rechnen.
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