Nach 44 Jahren endlich keine Baustelle mehr

Von: Denise Petzold
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Die Baurarbeiten sind abgeschl
Die Baurarbeiten sind abgeschlossen: Lineke (v.l.), Lara, Hannah und Rosa präsentieren ihre Steinzeitsiedlung. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wie viele kleine und große Baustellen es in den vergangenen Jahren an der Viktoriaschule gegeben hat, weiß wohl keiner so genau. Fakt ist aber, dass die zentralen und gravierendsten Probleme nun endlich beseitigt worden sind.

„44 Jahre wurde hier gebaut. Nun legen wir einen Zwischenstopp ein, um die neu gestalteten Räume zu feiern”, erklärte Schulleiter Axel Schneider auf dem Schulfest. Mehrere Millionen Euro sind in die Umbauten geflossen. Die evangelische Kirche Rheinland (Schulträger der Viktoriaschule), die Schulstiftung, das Konjunkturpaket II und Sponsoren haben es möglich gemacht: Das Gymnasium an der Warmweiherstraße erstrahlt in neuem Glanz.

Im Oberstufentrakt wurden je ein neuer Biologie- und Chemieraum sowie zwei neue Physikräume zur Verfügung gestellt. Die 92 neuen Fünftklässler können sich am Unterricht in drei neuen Klassenräumen erfreuen; die Fassade an der Kurbrunnenstraße, die laut Schneider schon „extrem heruntergekommen” war, wurde zusammen mit den Kunsträumen ebenfalls auf Vordermann gebracht. Ein Selbstlernzentrum, in dem 15 neue Computer stehen, soll den Schülern demnächst die Gelegenheit zum Recherchieren und eigenständigen Arbeiten geben. Der Verwaltungstrakt wurde umgestaltet, das Lehrerzimmer erneuert - ehemaligen Schülern könnte es demnächst bei den Klassentreffen schwer fallen, sich in ihrer alten Schule wieder zurecht zu finden.

Ein besonderes Schmuckstück der Viktoriaschule ist die so genannte „Cafétoria”, eine Mensa. „Als ich im August 2000 hier Schulleiter wurde, war die Cafétoria ein Lehrschwimmbecken - und zugleich eine Müllhalde”, erzählte Schneider.

Ein Arbeitskreis bestehend aus Schülern, Lehrern und Eltern hat die Sache in Angriff genommen. „Alle haben an der Gestaltung mitgewirkt, da hat man gemerkt: Demokratie ist nicht immer einfach, wenn alle sich einig sein müssen. Aber in den vergangenen zehn Jahren hat sich hier viel bewegt”, sagte Schneider.

Nun ist aus dem ehemaligen Schwimmbad ein Platz zum Wohlfühlen geworden. Kubilay Tuglu, ehemaliger Schüler der Viktoriaschule, kümmert sich um das neue Juwel, denn er ist Pächter und Küchenchef zugleich: „Ursprünglich wollte ich nur unterstützend zur Seite stehen, aber dann wurde ich doch Pächter. Ich hätte früher nicht gedacht, dass ich in meinem späteren Leben noch so viel mit meiner alten Schule zu tun habe”, gestand er.

Aber: „Es steht noch viel an”, sagte Schneider. Ein Andachtsraum soll dort entstehen, wo vorher noch der Essensverkauf stattfand; in der Turnhalle sollen Böden und Decken aufgebessert werden, die Außentoiletten müssen erneuert werden.

Nur über eins war Schneider ein wenig traurig: „Ein anderer Namens-Vorschlag für die Cafétoria war das Schneider-Stübchen. Aber der kam leider nur auf Platz zwei.”
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