Musikschule muss von Asbest befreit werden

Von: gei
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Asbestsanierung an der Musikschule: Die Sicherheitsvorkehrungen sind bereits getroffen worden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Deutlich länger als geplant wird sich die städtische Musikschule in ihren Ausweichquartieren Eintrachtstraße und Franzstraße einrichten müssen. Denn beim Einbau von Trockenwänden ist in den 80er Jahren offenbar eine Spachtelmasse mit Asbestfasern benutzt worden. Am Mittwoch teilte die Stadt mit, dass die Sanierung der Schule am Blücherplatz dadurch erheblich aufwändiger und teurer wird.

Schon am Vormittag wurden Elternvertreter, Förderverein und Leitung der Musikschule von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Aachens oberstem Gebäudemanager Klaus Schavan über die neue Sachlage informiert.

Durch die Entfernung und Entsorgung der asbestbelasteten Spachtelmasse werden sich nach Einschätzung von Schavan die Sanierungskosten von 2,1 Millionen nun auf über 3 Millionen Euro erhöhen.

Zugleich ist bereits jetzt abzusehen, dass die Musikschule frühestens zum nächsten Schuljahr 2014/15 wieder an ihren Standort Blücherplatz zurückziehen kann. „Wenn wir alte Gebäude anpacken, wissen wir leider nie im Voraus, was uns erwartet“, sagt Schavan.

Die Elternvertreter, die noch vor Sanierungsbeginn vehement gegen einen Umzug gekämpft haben, „zeigten großes Verständnis für die Probleme der Sanierung“, teilte die Stadt per Pressemitteilung mit.

„Im Interesse der Gesundheit und Sicherheit der Schüler und Beschäftigten ist es für uns sehr gut nachvollziehbar, dass die notwendige Sanierung mit größter Sorgfalt durchgeführt wird“, erklärte Silvia Kleidon, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule.

„Wir sind dankbar, dass wir trotz Kostensteigerung am Standort Blücherplatz bleiben können“, fügte sie hinzu, „wir hoffen, dass jetzt aufgrund der längeren Verweildauer und der aufwändigeren Baumaßnahmen an den Ausweichquartieren in der Franzstraße und Eintrachtstraße eine bessere Ausstattung mit Instrumenten ermöglicht wird.“

Harald Nickoll, Leiter der Musikschule, wird nun die Eltern schriftlich informieren. Er und Dieter Cohnen, Vorsitzender des Elternbeirats, lobten die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung.

Schwer aufzuspüren

Nach Angaben der Stadt sei das belastete Material erst Ende August nach dem Ausbau der Decken entdeckt worden. Die Spachtelmasse sei laut Schavan schwer aufzuspüren gewesen sein, da sie auch in den 80er Jahren nur selten verwendet wurde und nur sehr dünn aufgetragen wurde. Es seien sofort Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

Die Musikschule ist in den Sommerferien größtenteils in die ehemalige Klaus-Hemmerle-Schule an der Franzstraße ausgelagert worden. Vor allem für Klavierstunden wird zudem die ehemalige Schule an der Eintrachtstraße als Unterrichtsstätte genutzt. Weitere Angebote gibt es an 30 kleineren Standorten.

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