Museumskasse kommt den Besuchern entgegen

Von: Werner Breuer
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Mit dem Ergebnis zufrieden: Museumschef Peter van den Brink sieht den nun abgeschlossenen Umbau der Bar Museo und des Shops in seinem Haus als Gewinn an. Ein paar Wünsche hat er trotzdem noch. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Chef lehnt an der Theke und ist zufrieden: „Jetzt ist der Raum effektiv genutzt”, befindet Peter van den Brink, „vorher war es eher ein Käfig.” Mit dem Eingangsbereich seines Suermondt-Ludwig-Museums hadert er zwar immer noch ein wenig, aber die dort platzierte Bar Museo und der neue Kassenbereich in der Kutscheneinfahrt wertet er schon als große Verbesserung.

War ja auch nicht ganz billig: Rund 230.000 Euro haben die Politiker im Kulturausschuss im September vergangenen Jahres für den Umbau bereitgestellt. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen, und am Freitag bittet der städtische Kulturbetrieb zur Neueröffnung der Bar und des neuen Museums-Shops.

Der ist nun auch in dem Café untergebracht, was für Museumschef van den Brink irgendwie folgerichtig ist. „Der Shop war vorher auch ein Käfig”, meint er. Ausstellungskataloge, Bücher und andere Merchandising-Produkte wurden bislang in einem kleinen und schmalen Nebenraum des Foyers feilgeboten. Das kleine Kämmerchen neben der großen Treppe „hat nicht funktioniert”, sagt Peter van den Brink, kaum ein Besucher verirre sich dorthin.

Nun werden die Dinge in der Bar Museo präsentiert. Noch sei die Auswahl etwas dünn, räumt der Museumschef ein, aber das soll sich ändern. „Wir werden das Angebot in den Regalen den Ausstellungen anpassen und noch mehr zeigen.”

Augenfälligste Veränderung in der Bar Museo ist allerdings die geschwungene Theke, die nun in den hinteren Bereich gewandert ist. Zuvor nahm sie eine Seitenwand ein, davor blieb nur ein schmaler Raum, was beim Hausherrn den besagten Käfig-Eindruck vermittelte. Noch wichtiger als das Sichtbare ist für Peter van den Brink aber etwas, das man bislang eher nur riechen konnte: Die Küche der Bar Museo empfängt die Museumsbesucher nun nicht mehr mit ihren Düften.

Den Pächter des Gastro-Betriebs nimmt der Hausherr aber gleich in Schutz. „Der kann nichts dafür”, die Küche sei wohl für diese Funktion gar nicht richtig gebaut worden. Es habe immer Probleme mit der Abluft gegeben. Zu lösen wären sie wohl gewesen mit Lüftungskanälen zur Wilhelmstraße hin. Mit den damit verbundenen Öffnungen in der Fassade hätten sich aber die Denkmalschützer nicht anfreunden können, berichtet van den Brink.

Künftig wird nun nicht mehr großartig gekocht, für das leibliche Wohl sorgt ein Catering-Service. Dass die Küche nun kalt bleibt, beruhigt den Museumschef noch aus einem anderen Grund: „Sie liegt direkt unter der Bibliothek - und Papier brennt schnell.”

Dafür ist die Theke länger geworden, zumindest sieht es so aus. Denn die geschwungene Konstruktion ragt nun in die Kutscheneinfahrt hinein. In diesem Bereich soll nun bald die Kasse des Museums untergebracht werden. Bislang klingelt sie noch im Foyer des Museums, was der Chef eher unpassend findet. Die Eingangshalle der alten „Villa Cassalette” solle wieder ein richtiges Foyer werden, meint er. Statt einer Kasse will van den Brink hier lieber zwei oder drei Vitrinen aufstellen, um die Prunkstücke des Hauses zu präsentieren. Antikes würde gut passen, glaubt er, es entspräche der Dekoration im alten Stadtpalais. Um Platz für kleine Skulpturen oder Vasen oder Vasen zu schaffen, soll die Kasse in den nächsten Wochen an ihren neuen Platz in der Kutscheneinfahrt umziehen.

Mit dieser Einfahrt aber hadert der Hausherr noch immer. Er wünscht sich hier unter anderem eine Klimaschleuse. „Das ist völlig offen”, bislang könne bei geöffneten Türen die - je nach Wetterlage - kalte, warme, trockene oder feuchte Luft ungehindert ins Haus ziehen. „Das geht nicht, wenn man internationale Leihgaben hier hat”, sagt van den Brink. Bei den empfindlichen Kunstwerken müsse man schon auf das Klima achten.

Und überhaupt sehe die ganze Kutscheneinfahrt aus „wie eine Ruine”. Der Putz und die Farbe bräuchten eine Restaurierung. „Da muss einiges verbessert werden, aber das kostet viel Geld und deshalb dauert das eben etwas länger”, sagt Peter van den Brink.
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