Münsterwald: Stadt Aachen fällt vorerst keine Bäume

Von: Achim Kaiser
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Der Landesverband NRW des Nabu hatte der Stadt Aachen mit einer Klage gedroht, wenn sie die Rodungen ohne die dafür notwendigen Genehmigungen veranlasse. Foto: G. Sander

Aachen. Die Stadt beugt sich dem Ultimatum des Naturschutzbundes (Nabu) und fällt vorerst keine Bäume im Münsterwald. Die geplante Abholzaktion sollte die Arbeiten zu dem geplanten Windpark an der Gemeindegrenze zu Roetgen einleiten.

Der Landesverband NRW des Nabu hatte der Stadt Aachen mit einer Klage gedroht, wenn sie die Rodungen ohne die dafür notwendigen Genehmigungen veranlasse.

„Wir hatten nicht mit derart heftigen Reaktionen gerechnet“, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp. Die Stadt wolle sich nicht der Gefahr aussetzen, dass ihr Handeln auf „rechtlich wackligen Füßen“ stehe. Es werde demnach erst abgeholzt, wenn die immissionsrechtliche Genehmigung vorliege. „Wir nehmen die Einwände der Naturschutzverbände ernst und wollen uns nicht in Konflikten verheddern“, erklärte die Aachener Umweltdezernentin Gisela Nacken.

Ob der Windpark mit sieben Anlagen im Münsterwald noch in diesem Jahr realisiert werden kann, wollte OB Philipp nicht prophezeien: „Es kann sein, dass einzelne Windräder stehen, andere nicht.“ In jedem Fall, so Philipp, werde die Stadt mit dem Bau nicht beginnen, solange eine Klage eine Chance auf Erfolg haben könnte.

Der Nabu begrüßte die Entscheidung der Stadt Aachen, die geplanten Rodungen im Münsterwald zu stoppen. „Das Signal wäre überregional verheerend gewesen und würde die notwendige Akzeptanz für die Energiewende und den damit auch aus Sicht des Nabu erforderlichen Ausbau von Windkraftanlagen an Land verschlechtern“, betonte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu NRW. Ob der Nabu gegen die Genehmigung der Windkraftanlagen im Münsterwald eine Klage einreicht, sei noch nicht entschieden. „Wir warten zunächst die weiteren Gespräche und den Wortlaut der Genehmigung ab“, sagte der Nabu-Landesvorsitzende.

Hingegen geht der Vorstand der ausführenden Stawag, Peter Asmuth davon aus, dass der Windpark bis Ende des Jahres fertiggestellt werden kann. Lokales

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