Müll an Bahnböschungen: DB wirft Stadtbetrieb Fehlinformation vor

Von: gei
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Die Bahn räumt auf: In diesen Tagen sind Reinigungskräfte auch an zugemüllten Aachener Bahnböschungen unterwegs. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Vielleicht sollte der Aachener Stadtbetrieb mal seine Adresskartei überarbeiten. Das rät jedenfalls die Deutsche Bahn, die sich zu Unrecht wegen zugemüllter Bahnböschungen von der Stadt angegriffen fühlt.

„Man muss sich schon an die richtige Stelle wenden, sonst passiert nichts“, sagt Hans-Georg Eich, der für die DB Netz AG für die Behördenkontakte und die Müllentsorgung entlang der gut 2500 Kilometer langen Gleise im Großraum Köln – und damit auch im Aachener Bereich – zuständig ist. Eich hatte aber erst aus den „Nachrichten“ (5. März) erfahren, dass vor allem am Reichsweg beklagenswerte Zustände herrschen.

Es hört sich ein bisschen nach einer Geschichte aus Schilda an: Mit einer ausführlichen Stellungnahme hat der Aachener Stadtbetrieb Anfang März auf eine Klage des grünen Ratsherrn Roland Jahn reagiert und dargelegt, welch‘ Kompetenzgerangel die Reinigungsarbeiten an Schienensträngen behindert. Die Bahn stelle sich stur und reagiere auch nicht auf städtische Beschwerdebriefe, beklagt der Stadtbetrieb.

Kein Wunder, meint Eich: Der Stadtbetrieb habe seine Briefe schlicht falsch adressiert. „Warum, erschließt sich mir nicht“, sagt er. „Ich bin kein Geheimniskrämer und habe meine Visitenkarte auch in Aachen hinterlegt.“ Immerhin sei er schon seit gut 20 Jahren für die Reinigungstätigkeiten an den Bahnlinien verantwortlich.

Zwischenzeitlich hat er die Böschung am Reichsweg säubern lassen. Voraussichtlich heute sollen die Bahngelände Rottstraße und Grüner Weg in Angriff genommen werden. Man könne die Strecken nicht wie einen Vorgarten pflegen, dämpft Eich zwar allzu große Erwartungen. Dennoch: Die schlimmsten Auswüchse in Sachen Müllen würden in aller Regel schnell beseitigt. „Wir müssen es nur erfahren.“

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