Aachen - Mountainbiker nehmen den Dreiländerpunkt ins Visier

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Mountainbiker nehmen den Dreiländerpunkt ins Visier

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Downhill, Pumptrack - mit einem Mountainbike kann man eine Menge Dinge anstellen, die über das normale Radeln weit hinaus gehen. Im neu gegründeten Verein „Geländefahrrad e.V.” haben sich Liebhaber solcher sportlichen Herausforderungen zusammengefunden.

Sie wollen gemeinsam über Stock und Stein fahren und sich dabei möglichst wenig blaue Flecken einfangen. Allerdings fehlt den Mountainbikern bislang die passende Spielwiese.

Denn im Aachener Wald könnten sie zwar nach Herzenslust durchs Gelände flitzen - aber sie dürfen es nicht. Eines der Hauptanliegen des Vereins ist deshalb die Einrichtung eines „Bikeparks”. Wie der aussehen könnte und welche Ecke der Stadt dafür in Frage käme, beschäftigt in der kommenden Woche die Politiker im Sportausschuss. Der entsprechenden Vorlage der Verwaltung können sie entnehmen, welches Interesse die Stadt an dem Projekt haben sollte.

Dem Verein gehe es nicht zuletzt darum, „die rechtswidrige Nutzung des Aachener Waldes durch verschiedene Gruppierungen von Mountainbikern zu beenden”, heißt es in der Verwaltungsvorlage, „genau das ist auch das zentrale Interesse der Stadt an diesem Projekt”. Rechtswidrig bedeuten dabei keineswegs, dass Radeln im Öcher Bösch grundsätzlich verboten ist. Auf befestigten Wegen dürfen die Pedaltreter durchaus unterwegs sein, sofern sie das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme respektieren und nicht etwa Spaziergänger oder Reiter gefährden.

Nicht der Natur schaden

Abseits dieser befestigten Wege allerdings haben Radler nichts verloren. Mit dieser gesetzlichen Regelung soll verhindert werden, dass sportlich anspruchsvolle Mountainbiker Flurschäden anrichten, Wildtiere in helle Aufregung versetzen oder anderweitig der Natur Schaden zufügen. Und das wollen die im Geländefahrrad-Verein zusammengeschlossen Radler auch nicht, gerade deshalb wünschen sie sich einen Bikerpark.

Der Traum wäre ein Dirt- und Pumptrackparcours, worunter man sich einen kompakten Rundkurs mit kleinen Sprüngen, Senken und Steilwandkurven vorzustellen hat. Zudem wären noch bis zu drei Downhillstrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden - vergleichbar mit der Abfahrt im Skisport - ganz schön.

Bei der Suche nach einem passenden Flecken Erde für einen solchen Bikerpark ist schon mal der Dreiländerpunkt ins Visier geraten. In dessen Umfeld wäre das Gelände günstig für die sportlichen Zwecke der Montainbiker, zudem könnte das Projekt auch grenzüberschreitend ausgelegt werden. Das Vorhaben ist allerdings noch sehr weit entfernt davon, konkrete Formen anzunehmen.

Der Verwaltungsvorlage ist zu entnehmen, dass es ein Gespräch mit den Beteiligten gegeben hat, bei dem die Geländefahrer erfahren konnten, dass sie sich noch eine Weile gedulden müssen: „Den Vereinsvertretern wurde mitgeteilt, dass die erforderlichen Genehmigungsverfahren einen Zeitraum von etwa einem Jahr in Anspruch nehmen werden”, heißt es in der Vorlage.

Wenn alles positiv ausgehen sollte, könnte erst im kommenden Jahr mit der Errichtung eines Bikerparks begonnen werden. Klar ist bislang nur eines: Für die Stadt Aachen muss das Projekt „kostenneutral” bleiben. Das nötige Kleingeld könnte ohnehin aus anderer Quelle kommen. Der Verein hat schon einen Sponsor gefunden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert