Moss investiert 8,5 Millionen

Von: jpm
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Wo künftig Brot gebacken wird, fliegen die Erdbrocken: Beim ersten Spatenstich zur neuen Moss-Produktionsstätte in Eilendorf-Süd packten Norbert Reisige, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Silvia Moss und Hans-Bernd Schwienhorst mit an. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Moss-Produktionsstätte in der Lukasstraße glich in den vergangenen 30 Jahren ein wenig der eines Hefeteigs. Nach immer neuen Erweiterungen war der Komplex so weit aufgegangen, dass auf dem Grundstück in der Lukasstraße ganz einfach kein Platz mehr blieb.

So ist Hans-Bernd Schwienhorst aus der Geschäftsleitung der Bäckerei Moss sicher, die neue Produktionsstätte auch ganz im Sinne der Belegschaft in die Wege geleitet zu haben. „Licht, Luft und Raum” soll das Bauwerk an der Ecke Kellershausstraße/Kaubendenstraße mit sich bringen, für das nun der erste Spatenstich getan wurde - Pfingsten nächsten Jahres sollen die derzeit 34 Moss-Filialen die ersten Fuhren an Brot, Brötchen und Süßgebäck aus dem Gewerbegebiet erhalten. Rund 100 Mitarbeiter sollen künftig in der Produktion arbeiten, ein Aufstockung auf 200 Arbeitsplätze ist langfristig möglich.

Die Architekturunternehmen Nesseler & Grünzig (Aachen) sowie die Krabbe GmbH (Osnabrück) werden den Massivbau umsetzen, den das Familienunternehmen sich inklusive Grundstück 8,5 Millionen Euro kosten lässt. Trotz dieser Zahl will man im Vergleich mit den deutschen Großketten weiterhin verhältnismäßig kleine Brötchen backen. „Wir bleiben ein regionales Unternehmen”, betont Schwienhorst.

Regional bedeutet: Nach Norden bis Jülich, nach Süden bis Roetgen und nach Osten bis Eschweiler. Der Gang nach Westen, also über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus, ist nicht vorgesehen. Was nicht bedeutet, dass man das „sehr moderate Wachstum” von zuletzt durchschnittlich 1,5 Filialen pro Jahr unterbinden möchte. Aktuell beschäftigt die Bäckerei rund 580 Mitarbeiter.

Fördern, was da ist

Dies ist auch ganz im Sinne von Oberbürgermeister Marcel Philipp: „Wer über Wirtschaftsförderung spricht, der denkt meist an das Anwerben von Unternehmen von außerhalb.” Als Basis aber müssten die alteingesessenen Betriebe betrachtet werden. Dem Umzug im kommenden Jahr blickt Philipp, der selbst aus dem Handwerk kommt, optimistisch entgegen. Denn: „Wenn mal improvisiert werden muss, dann klappt das im Handwerk besonders gut.”
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