Aachen - Mordversuch: Täter soll in die Psychiatrie

Mordversuch: Täter soll in die Psychiatrie

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Aachen. Mehrere Attacken von Messerstechern sorgten 2009 im Monatsrhythmus für Aufsehen. Die Opfer, drei Frauen, wurden lebensgefährlich verletzt, überlebten aber die Bluttaten.

Die Staatsanwaltschaft hat rasch gehandelt, in zwei Fällen juristische Konsequenzen gezogen und die Täter angeklagt. Am Donnerstag gab sie bekannt, dass der 43-Jährige aus Alsdorf, der im November letzten Jahres die Angestellte einer Anwaltskanzlei niedergestochen hatte, auf ihren Antrag hin in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll. Am Mittwoch hatte die Behörde Anklage wegen versuchten Mordes gegen einen 38-Jährigen erhoben, der eine gleichaltrige Mitarbeiterin einer Zeitarbeitsfirma am Theaterplatz angegriffen hatte.

Noch nicht von der Anklagebehörde zum Abschluss gebracht ist dagegen der dritte Fall, der Überfall auf die Schlecker-Filiale in Burtscheid. Dort war im September eine Angestellte ebenfalls durch Stiche lebensgefährlich verletzt worden, der Täter flüchtete durch die Fußgängerzone Kapellenstraße. Er wurde später als 29-jähriger Tunesier identifiziert, der in der Nähe von Brüssel gefasst wurde. Das Auslieferungsverfahren läuft noch.

Die Bluttat vom November in der Anwaltskanzlei hatte deswegen für Schlagzeilen gesorgt, weil der Angreifer schon zuvor auffällig geworden war und Angehörige kritisierten, dass die Tat hätte verhindert werden können. Der 43-Jährige war gegen 15.25 Uhr in den Räumen der Kanzlei an der Vereinsstraße aufgetaucht und hatte die allein anwesende 34-Jährige durch mehrere Stiche schwer verletzt - offensichtlich aus Verärgerung darüber, dass ein Besprechungstermin abgesagt worden war. Der Frau war es trotzdem gelungen, die Rettungskräfte zu informieren, durch die Polizei konnte der Aggressor in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen werden.
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