Moderner Bau im Bauhausstil

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
5714101.jpg
Die neue Bibliothek und Aula der Katholischen Hochschule an der Robert-Schuman-Straße setzen die ursprüngliche Architektur von Rudolf Schwarz von 1929/1930 fort. Entstanden ist ein moderner Bau im Bauhausstil. Foto: Harald krömer

Aachen. In den letzten Jahren hat die Katholische Hochschule NRW Aachen (KatHO), Robert-Schuman-Straße 25, immer mehr Zulauf an Studenten gewonnen. „Wir platzen einfach aus allen Nähten“, beschreibt KatHo-Dekan Alexander Trost diesen Umstand.

 Nun wurden die neue Bibliothek und die umgestaltete Aula, sowie ein spiritueller Gebetsraum durch Bischof Heinrich Mussinghoff eingeweiht.

„Es sieht genauso aus, wie ich es mir immer vorgestellt habe“, sagt Maria Schwarz als sie zum ersten Mal die neue Bibliothek besichtigt. Die Architektin des Jahrgangs 1921 hat den modernen Bau im Bauhausstil errichten lassen, denn ihr inzwischen verstorbener Mann Rudolf Schwarz hatte im Jahre 1929/1930 die Gebäude der Hochschule entworfen. Große Fenster lassen nun eine gute Sicht auf das umliegende Grün zu und für die rund 800 Studenten der Hochschule sind auf zwei Geschossen mehrere Arbeitsplätze und Seminarräume entstanden. „Wir haben verschiedene Bereiche geschaffen, es ist also kein geschlossenes Büchermagazin mehr“, sagt Thilo Trense, ausführender Architekt.

Der ehemalige Haupteingang ist durch den Bau außerdem wiederbelebt worden. Schon Rudolf Schwarz selbst hatte den Innenhof als Herzstück geplant. „Der Hof soll weitere Arbeitsplätze bieten und die Studenten dazu einladen, sich dort zu treffen“, fügt er hinzu.

50 000 Euro teurer als geplant

Das rund 400 000 Euro teure Gebäude ist allerdings nicht zu 100 Prozent barrierefrei. „Die Stadt wollte mehrere Bäume erhalten“, erklärt Alexander Trost. So musste der Bau ein wenig angehoben werden und Stufen entstanden, außerdem ist er auch um rund 50 000 Euro teurer geworden. Finanziert wurde das ganze aus den Beiträgen der Studenten. „Trotzdem werden wir es natürlich ermöglichen, dass Studenten im Rollstuhl die Bücher gebracht bekommen und es ist auch ein Arbeitsplatz für sie entstanden“, erklärt Trost weiter.

Neben der Bibliothek erstrahlt auch die Aula in neuem Licht: Maria Schwarz hatte sich dafür eingesetzt, dass auch sie neu gestaltet wird. Die Wabenfassade aus den 1960er Jahren wurde so dem Neubau angeglichen und ein alter Flur wich um dem Bau mit großen Fenstern ein Gesicht zum Hof und Haupteingang zu geben. Moderne Lichtinstallationen verhelfen außerdem zu einer ganz offenen, freundlichen Atmosphäre.

Für den „Raum der Stille“, einem Gebetsraum mit Blick ins Grüne, wurde ein Keller entrümpelt und mit Fenstern von Rudolf Schwarz ausgestattet. Versteckte Lichtquellen und moderne Holzverkleidungen geben dem Raum die nötige Atmosphäre. „Zwischen der Tür und der Wand ist eine Glasfigur in Form eines Kreuzes enstanden“, erklärt Trense.

In der Zukunft steht noch die Umgestaltung der Caféteria gegenüber der Bibliothek aus.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert