Aachen - Moderne Architektur im alten Kutschenhof

Moderne Architektur im alten Kutschenhof

Von: Nils Heinichen
Letzte Aktualisierung:
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Richtfest im alten Kutschenhof: In der Wehyestraße entstehen moderne Wohnungen auf über 3000 Quadratmetern.

Aachen. Auf einer Grundstücksgröße von 3247 Quadratmetern entstehen in der Weyhestraße am Lousberg 38 neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 4605 Quadratmetern. Als eine Mischung aus „klassischem Altbau-Charme und moderner Architektur“ beschreibt die Firmengruppe Interboden, ein Architektur- und Dienstleistungsbauträger aus Ratingen, das Großprojekt, das nach langen und teils schwierigen Rohbauarbeiten nun Richtfest feiern konnte.

„Bisher haben wir eine sehr intensive Bauphase hinter uns. Uns war wichtig, dass auch ein alter Teil erhalten bleibt und in das neue Gebäude integriert werden kann“, erklärte Projektleiterin Helga Sander den gekommenen Nachbarn, zukünftigen Bewohnern und Bauarbeitern nach der offiziellen Richtkranzzeremonie.

Das rund 15,5 Millionen Euro teure Projekt fällt unter dem Namen „Redarius Quartier“, das sich auf den ehemaligen Kutschenhof bezieht, der einst dort war, wo zukünftig zahlreiche Familien ihr neues Zuhause finden werden. „Früher war das hier ein großer Kutschenhof. Dadurch entstand der lateinische Begriff ‚Redarius-Quartier‘“, begründet Interboden-Geschäftsführer Reiner Götzen die Wortfindung des Gebäudekomplexes.

Pferdetrog im Innenhof

Der Kutschenhof, der auf das Jahr 1876 zurückgeht, soll bei der Fertigstellung in seinen Umrissen wieder erkennbar sein und somit die geschichtliche Ursprungsnutzung des Geländes veranschaulichen. So soll ein lang gezogener Pferdetrog im rund 1300 Quadratmeter großen Innenhofbereich an die ehemalige Kutschenfabrikation erinnern. Nach Norden hin in Richtung Lousberg ist der Gebäudekomplex geöffnet, um dem Wohngebiet einer bessere Belüftung und Belichtung zu ermöglichen. Alte Backsteinmauern von früher bleiben erhalten.

Insgesamt wurden 570 Tonnen Stahl und 4000 Kubikmeter Beton verbaut. „Die Verschmelzung von Alt- und Neubau mit der gebauten Umgebung ist das Spannende am Redarius Quartier“, betont Götzen. Bereits im Herbst 2011 wurde mit den ersten Arbeiten begonnen. Im Juni 2012 wurden die ersten Mauern des neuen Gebäude-Komplexes errichtet. Für das kommende Frühjahr ist die Fertigstellung geplant.

Dann sind auch die letzten Skeptiker überzeugt, ist sich Helga Sander sicher. „Nach der Fertigstellung wird jeder sehen, wie schön es hier geworden ist und welche Ausstrahlung das Gebäude auf die Region am Lousberg haben wird“, so die Projektleiterin. „Viel zentraler als hier kann man in Aachen fast gar nicht wohnen“, stellte auch Götzen einen Vorzug des neuen Wohngebietes heraus. Lediglich sieben Wohnungen zwischen 70 und 200 Quadratmetern seien noch vakant.

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