Aachen - Moderiesen zieht es zur Adalbertstraße

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Moderiesen zieht es zur Adalbertstraße

Von: Heiner Hautermans
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Das Düsseldorfer Modehaus Pee
Das Düsseldorfer Modehaus Peek&Cloppenburg will sich nach Informationen der „Nachrichten” an der Adalbertstraße niederlassen. Verkaufsverhandlungen für das ehemalige Wehmeyer-Haus laufen, eine Bauvoranfrage ist gestellt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Keine hohen Formalhürden sieht die Baudezernentin Gisela Nacken mit Blick auf die Realisierung der Kaiserplatzgalerie. Die Probleme hält Nacken auch deswegen für lösbar, weil keine großen Änderungen am geplanten Baukörper vorgenommen werden sollen.

Vorübergehend hatten die neuen Investoren überlegt, das Düsseldorfer Modehaus Peek & Cloppenburg, das immer als Ankermieter genannt wurde, in einem Erweiterungsbau in Richtung Adalbertsberg unterzubringen. Die Düsseldorfer haben sich aber nach Informationen der „Nachrichten” umorientiert und wollen an der Adalbertstraße unterschlüpfen - im ehemaligen Wehmeyer-Haus und dessen Nachbargebäuden. Die Verhandlungen würden zielstrebig geführt, sagt Rechtsanwalt Rolf Einmahl, Vertreter einer Eigentümergesellschaft, der das Wehmeyer-Gebäude gehört. Mehr könne er aus Gründen der anwaltlichen Schweigepflicht nicht sagen. Eine Bauvoranfrage ist sicheren Informationen zufolge gestellt worden.

Mit der Realisierung des 240-Millionen-Projekts verbunden ist auch die Schaffung von 3600 Quadratmetern Ersatzwohnraum für die abgerissenen Häuser. Ausgleich soll im Kaiserplatz-Komplex und in der Bel Etage, einem weiteren Strabag-Projekt am Büchel, geschaffen werden.

Fristen abgelaufen

Es war am Freitag eine Entscheidung in buchstäblich letzter Minute, und das hat sicher mit der simplen kaufmännischen Regel zu tun, dass bei auslaufenden Fristen die Zeit für den Käufer arbeitet und der Preis sinkt: Strabag und ECE haben alle 43 Grundstücke zwischen Adalbertstraße und Beeckstraße erworben, die notwendig sind, die Kaiserplatzgalerie doch noch zu verwirklichen.

Allerdings sind noch alle Genehmigungen auf den Verkäufer, die Projektentwicklungsgesellschaft Adalbertstraße (PEA), ausgestellt, alle Fristen längst abgelaufen. Der Durchführungsvertrag zwischen Stadt und PEA muss jetzt auf die Strabag umgeschrieben werden, diese formalen Beschlüsse müssen der Planungsausschuss (4. Oktober) und der Rat (24. Oktober) vornehmen. Die Strabag muss auch die Bauanträge neu stellen, die ebenfalls von den politischen Gremien und dem Architektenbeirat beraten werden müssen. Auch die Gutachten, etwa zur Verkehrserschließung für das 630-Stellplätze-Parkhaus, kommen erneut auf den Prüfstand.

„Wie schnell wir sind, hängt davon ab, ob alle Unterlagen komplett sind”, sagt Baudezernentin Nacken: „Wenn alles komplett ist, können wir es in sechs Wochen schaffen.” Sie geht davon aus, dass die Strabag die Baugenehmigungen in zwei Schritten beantragen wird, für archäologische Untersuchungen und den Aushub in einer ersten Teilgenehmigung und für das Errichten des Gebäudes in der zweiten Runde. Ende dieses Jahres, Anfang 2013 könnten die Arbeiten dann endlich losgehen, sagt Beigeordnete Nacken.

Und was machen die Gegner von der Initiative Kaiserplatzgalerie - Nein danke? Sprecher Horst Schnitzler: „Wir haben uns verständigt, dass wir weitermachen.” Montagabend fand eine erste Zusammenkunft nach dem Notartermin von Freitag statt: „Wir müssen prüfen, welche Möglichkeiten wir haben, in unserem Sinne konstruktiv Einfluss zu nehmen.”
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