Aachen - Mobilitätsticket für Hartz-IV-Empfänger ab 2010

Mobilitätsticket für Hartz-IV-Empfänger ab 2010

Von: gei
Letzte Aktualisierung:

Aachen. SPD und Grüne sprechen sich dafür aus, ab Januar 2010 in Aachen ein sogenanntes Mobilitätsticket für Bezieher von Transferleistungen, also etwa Hartz-IV-Empfänger, einzuführen.

Es soll auch armen Menschen zu Mobilität und damit zu mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verhelfen. Auch für die Arbeitssuche sei Mobilität eine Grundvoraussetzung.

Das Problem: Hartz-IV sieht für Mobilität nur eine Regelleistung von 14,11 Euro im Monat. Zu diesem Preis aber gibt es bislang nirgendwo ein Monatsticket. Städte wie Dortmund und Köln haben daher bereits Mobilitätstickets zum Preis von 15 Euro eingeführt. Demnächst will auch der Kreis Düren ein solches Ticket anbieten.

In Aachen macht sich seit längerer Zeit die Linke für ein 15-Euro-Ticket für Arme stark. Dies hat die Verwaltung wegen der erwarteten Mehrkosten bislang abgelehnt. Rot-Grün befürwortet nun zumindest den Einstieg in ein verbilligtes Monatsticket für Bedürftige.

Es soll zunächst 25,75 Euro kosten - halb so viel wie ein normales Monatsticket. Es soll montags bis freitags ab 9 Uhr benutzt werden können, an Wochenenden und Feiertagen ganztags. Die Stadt erwartet Mehrkosten in Höhe von knapp 250.000 Euro.

Langfristig müsse Mobilität durch die Regelleistung ermöglicht werden, fordern SPD und Grüne in Aachen. Daher hat die Stadt den Bund aufgefordert, die Hartz-IV-Regelsätze zu erhöhen. Zudem müsse das Land das Sozialticket mitfinanzieren.
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