Aachen - Mobiler Garten soll Keimzelle der Nachbarschaftlichkeit werden

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Mobiler Garten soll Keimzelle der Nachbarschaftlichkeit werden

Von: Martina Stöhr
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Ein- und Ausblicke in den „mobilen Garten“, unter anderem von Michael Töpfer und Jana Walliser (Initiatoren C/O5, 2.+3.v.l) und Silke Gärtner vom Stadtteilbüro Nord (hinten). Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Viele nachbarschaftliche Kontakte gibt’s hier ja ansonsten nicht“, meint Stefan Dürrnagel. Auch deshalb hat er keine Sekunde gezögert, sich an dem Projekt „mobiler Garten“ zu beteiligen. Gemeinsam mit einer Reihe von anderen Freiwilligen hat er die ersten Schritte eingeleitet.

Geplant ist ein mobiler Garten in einem Käfig, der an der Ecke Passstraße/Grüner Weg platziert werden soll. „Wir wollen dabei eine Keimzelle von Nachbarschaftlichkeit in Aachen-Nord säen“, meint der Künstler Michael Toepffer, der das Projekt gemeinsam mit der Designerin Jana Walliser angestoßen hat. In der Werkstatt ihrer Agentur co/5 in der Feldstraße nehmen die Pläne inzwischen konkrete Formen an.

Da werden bei strahlendem Sonnenschein Blumenkästen aus Holz gefertigt, in einer Form Blumenkübel gegossen und die ersten Pflanzen gesät. Für die Kinder ist die ganze Angelegenheit offensichtlich ein Heidenspaß. Mit dem Werkzeug in der Hand unterstützen sie die Großen, wo sie können. „Das Ziel ist, eine stabile Gruppe aufzubauen, die sich gut vernetzt“, meint Toepffer. Denn letztendlich soll die Gruppe selbst verantwortlich sein bei der Gestaltung des Gartens, seiner Bewirtschaftung und später auch der Ernte.

Für Stefan Dürrnagel kommt diese Gelegenheit wie gerufen. Er war durch einen Flyer auf das Projekt aufmerksam geworden und gleich begeistert. Vor drei Jahren hatte er zum Spaten gegriffen, um das brachliegende Gelände hinter dem Schlachthof an der Feldstraße mit Blumen zu beleben. Ein Versuch, der nicht sehr erfolgreich war, wie er selber zugibt. Gerade deshalb komme ihm das Gärtnern in der Gruppe so entgegen, sagt er.

Schon am ersten Tag der Aktion hat sich laut Toepffer ein guter Kreis von Leuten gebildet, die am Ball bleiben wollen. „Wir haben schon E-Mail-Adressen ausgetauscht und uns Gedanken gemacht, wer den Schlüssel zum Garten bekommen soll“, erzählt Dürrnagel. Doch so weit ist es noch lange nicht. Zunächst einmal müssen die Blumenkästen und Kübel im mobilen Garten bepflanzt werden.

In einem Monat etwa soll der dann mit Sondergenehmigung in der Passstraße/Ecke Grüner Weg platziert werden. Und dort bleibt er dann ein halbes Jahr. In dieser Zeit soll er zum Zentrum von Kommunikation und Gestaltung werden. „Wegen des benachbarten Bücherschranks denken wir an Lesungen, aber auch Grillfeste oder ein Erntefest zum Abschluss sind möglich“, meint Toepffer. Letztendlich liegt es aber an der Bewirtschaftungsgruppe, was sie aus dem Angebot macht. Stefan Dürrnagel ist dabei ganz optimistisch.

„Das ist ein super Projekt“, sagt er. Für Michael Toepffer und Jana Walliser ist es nicht das erste Projekt in Aachen-Nord. Im vergangenen Jahr haben sie bei der „Stadtmöblierung“ mit freiwilligen Handwerkern Bänke hergestellt, die erst im öffentlichen Raum, später aber dann im eigenen Garten standen. Wer Lust hat, mitzumachen, kann sich bei Silke Gärtner im Stadtteilbüro Aachen-Nord unter der Nummer 0241/ 4757290 melden.

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