Mitglied der Trapp-Familie will in Aachen Wohnungen bauen

Von: Georg Dünnwald
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Noch stehen auf dem alten Wertz-Gelände gebrauchte Autos zum Verkauf. Wenn alles gut geht, entstehen hier 170 Wohnungen. Foto: Roeger

Aachen. Ein Mitglied der berühmten Trapp-Familie, Max Trapp, hat vor, in Aachen zu investieren. Die österreichische Familie Trapp erlangte Ende der 1930er Jahre in Amerika große Berühmtheit mit deutschen und österreichischen Volksliedern und füllte mit ihren Konzerten riesengroße Säle.

Zwei Filme produzierte und inszenierte Regisseur Wolfgang Liebeneiner in den 1950er Jahren über die Familie, in der Hauptrolle brillierte Ruth Leuwerik.

Max Trapp hat nun vor, das ehemalige Gelände der Firma Wertz an der Joseph-von-Goerres-Straße zu bebauen. Dafür hat er eigens den Kölner Architekten Wilhelm Schulte von Schulte-Architekten an Land gezogen, der bereits stadtplanerisch tätig war und einen Entwurf erstellt hat. Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen 170 Wohneinheiten am Standort Panneschopp entstehen und das Quartier so aufwerten. 44 Einraumwohnungen, 28 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 33 Drei-Zimmer-Wohnungen und 50 Vier-Zimmer-Wohnungen sind geplant. Im Erdgeschoss, zum Hohenzollernplatz hin, sind im Entwurf 540 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen. „Dort kann beispielsweise ein Café entstehen und auch kleinere Läden“, stellt sich Wilhelm Schulte vor.

Allerdings: „Wegen der neuen Planung ist eine Änderung des Bebauungsplanes 885 nötig. Denn schließlich war vorher dort ein großer Discounter vorgesehen, der sich schließlich aber an einer anderen Stelle im Ostviertel niedergelassen hat“, sagt Angelika Hildersperger vom Fachbereich Stadtentwicklung.

Fünf Geschosse werden die Gebäude haben. Das Gelände ist so geplant, dass Zugangsmöglichkeiten von der Gneisenaustraße, der Peliserkerstraße, der Stolberger Straße und der Joseph-von-Goerres-Straße möglich sind. „Herr Schulte hat eine schöne Architektur geschaffen“, schwärmt Angelika Hildersperger und hofft, dass Investor und Architekt das Projekt stemmen können.

Schon oft Luftschlösser

Denn häufig wurden in der Vergangenheit Planungen für das Wertz-Gelände vorgestellt, die sich nachher in Luft auflösten. Aber, so scheint es, dafür ist die Trapp-Planung schon zu weit fortgeschritten, denn am Dienstag wurde bereits im Kinder- und Jugendausschuss über Ausgleichszahlungen für fehlende Kinderspielplätze diskutiert.

Schultes Planung ist anspruchsvoll. Laut Verwaltung sieht sie einen ruhigen Innenbereich vor, der „einen prägnanten, vom Autoverkehr abgeschirmten Freiraum schafft“. Was sehr wichtig sein dürfte an dieser Stelle, denn sowohl die Stolberger Straße als auch die Joseph-von-Goerres-Straße sind viel befahrene Straße, über die Joseph-von-Goerres-Straße wälzt sich gar ein großer Strom von Autos zum Europaplatz und damit zur Autobahn hin.

Investor Trapp gibt sich gegenüber den „Nachrichten“ sehr vorsichtig und will sich noch nicht zu seinen Plänen im Panneschopp äußern. „Da wird noch viel Wasser den Rhein runterfließen, ehe alles spruchreif ist“, kommentiert er. Trapp nimmt auch keine Stellung zum Freiflächenkonzept der Bonner Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen, die fürs Projekt ebenfalls gearbeitet haben.

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