„Mit vielen Situationen in Berührung gekommen“

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
5973755.jpg
Schulleiterin Irmgard Braun (2.v.l.), Alexandra Laba (3.v.l.) und Martin Smotrycki (4.v.l.) von In Via sowie Lehrerin Angela Mariaux (3.v.r.) sind stolz auf ihre „sozialgenialen“ Achtklässler. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Welchen Platz habe ich in dieser Gesellschaft und wie kann ich mich sozial engagieren? Eine Frage, die sich jeder Bundesbürger stellen sollte. Im Rahmen des Projekts „Sozialgenial“ haben sich 18 Achtklässler der Maria-Montessori-Gesamtschule mit dieser Frage beschäftigt und die Realität der gegenwärtigen Gesellschaft erlebt. Jetzt haben sie die offiziellen Sozialgenial Zertifikate erhalten.

„Bewahrt die Zertifikate gut auf, sie verschaffen euch einen Vorsprung bei jeder Bewerbung“, erklärt Irmgard Braun, Rektorin der Gesamtschule. Im Zuge des Projekts, das von In Via Aachen getragen wird, haben die Schüler sich ein Jahr lang einmal wöchentlich in einem Behinderten- oder Seniorenheim ihrer Wahl engagiert. Gefördert wurde das Projekt außerdem von der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion NRW, und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW. Das Angebot ist Teil des Sozialportfolios der Gesamtschule.

Die 14-jährige Alwa hat einmal wöchentlich die Bewohner einer Einrichtung für Senioren besucht. „Ich habe mich mit den Leuten unterhalten, mit ihnen gespielt und gegessen“, sagt Alwa. Sie habe gelernt, auf die Wünsche der Menschen einzugehen und auch mit schwierigen Situationen umzugehen. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, sind allerdings wichtig“, fügt die Schülerin hinzu. In der Vorbereitungsphase haben die Jugendlichen das Führen von Bewerbungsgesprächen geübt, sowie ihren Lebenslauf verfasst. In der Praxisphase ging es für alle einmal in der Woche in die gewählten Einrichtungen. „Dafür haben wir sie von der Schule nachmittags freigestellt“, so Angela Mariaux, Koordinatorin für individuelle Förderung.

„In der Nachbereitungsphase haben wir das Praktikum ausgewertet und über Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken gesprochen“, sagt Alexandra Laba, In Via Aachen Fachbereich Jugendberufshilfe. „Ich kann nur ein dickes Lob aussprechen, die Schüler haben super mitgemacht und sind mit vielen Menschen und Situationen in Berührung gekommen“, fügt sie hinzu. Denn vor allem sei es nicht einfach gewesen sich manchen Situationen, wie etwa Tod und Konflikten, zu stellen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert