Aachen - Mit Ökostrom wird die Theaterkarte günstiger

Mit Ökostrom wird die Theaterkarte günstiger

Von: Marcus Erberich
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Ungewöhnliche Kooperation:  (
Ungewöhnliche Kooperation: (v.l.) Stawag-Chef Peter Asmuth, Inge Zeppenfeld, Chefdramaturgin des Theaters, Dramaturg Harald Wolff, Stawag-Vertriebsleiter Andreas Maul und Udo Rüber, Geschäftsführer des Theaters, bieten zusammen jetzt ein „Grünes Abo” Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Die Schauspieler trauen sich schon gar nicht mehr, Plastikflaschen zu den Proben mitzubringen, weil sie von den anderen dann gleich schräg angeguckt werden”, sagt Harald Wolff, Dramaturg im Theater Aachen.

Damit deutet er an, dass sich ein Großteil der Belegschaft des Theaters mittlerweile aktiv für den Umweltschutz einsetzt. „Wir vermeiden Autofahrten in der Innenstadt, essen biologische Produkte und viele von uns beziehen privat Ökostrom”, so Wolff weiter.

Auch der Strom, der im Stadttheater fließt, ist grün: Seit Anfang des Jahres bezieht das Theater den von der Stawag zertifizierten Ökostrom. „Als Institution im Herzen von Aachen wollen wir damit ein Zeichen setzen”, erklärt die Chef-Dramaturgin Inge Zeppenfeld. Und Peter Asmuth von der Stawag sagt, die Kooperation sei damit noch längst nicht am Ende: „Wenn die Statik des Gebäudes es zulässt, wollen wir auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installieren - aber das ist Zukunftsmusik.”

Keine Zukunftsmusik dagegen ist das sogenannte „Grüne Abo”. Wer jetzt bis zum 31. Juli auf Ökostrom der Stawag umsteigt, hat die Möglichkeit, beim Stadttheater auf alle Abos in dieser und der kommenden Spielzeit einen bis zu 30 Prozent ermäßigten Preis zu erhalten. „Natürlich können auch diejenigen zu uns kommen, die schon vorher grünen Strom bezogen haben”, bestätigt Udo Rüber, Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer des Theaters.

Das Stadttheater setzt mit dieser Aktion das fort, was spätestens mit dem Stück „Ein Jahr für die Ewigkeit” begann. Für dieses sogenannte „erste CO2-freie Theaterstück der Welt” haben sich die beiden Schauspieler Philipp Manuel Rothkopf und Julia Brettschneider einem einjährigen Selbstversuch gestellt, bei dem es darum ging, den eigenen CO2-Ausstoß auf das absolute Minimum zu reduzieren.

Das Stück, das immer noch aufgeführt wird, war dann das Ergebnis aus Improvisationen zu ihren Erlebnissen. Zudem gibt es einmal im Monat das „Ewigkeitsbüro” im Mörgens, bei dem die Schauspieler von ihren Erfahrungen berichten.

Ausreden will Harald Wolff indes nicht mehr gelten lassen: „Viele sagen, Ökostrom sei ihnen zu teuer oder zu unbequem. Aber Ökostrom ist nicht teurer, und es ist auch nicht kompliziert. Es gibt für mich keinen Grund, es nicht zu tun.” Die Aktion „Grünes Abo” läuft in Verbindung mit einem Ökostrom-Vertrag bei der Stawag noch bis zum 31. Juli dieses Jahres. Informationen unter gibt es unter der Telefonnummer 0241/47 84 244.
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