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Mit LED-Technologie in eine hellere Zukunft

Von: Gerald Eimer
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Feldversuch an der Monheimsallee: Stawag und Stadt testen dort seit einigen Wochen neue LED-Leuchten. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Der Blick auf die Stromrechnung kann zuweilen erhellend sein: 3,1 Millionen Euro hat die Stadt im vergangenen Jahr alleine für die Straßenbeleuchtung ausgeben müssen. Da muss doch noch Einsparpotenzial sein, meinen die rot-grünen Ratspolitiker, die einen Antrag eingebracht haben, den Energieverbrauch der Straßenlaternen und damit auch die CO<hochtief>2</hochtief> Emissionen zu senken.

Damit liegt Aachen durchaus im Trend, denn weltweit werden derzeit die Anstrengungen verstärkt, mit effizienteren Leuchtmitteln und intelligenter Technik Stromverbrauch und Betriebskosten für die Straßenbeleuchtung zu senken.

Aus gutem Grund: In vielen Kommunen ist die Technik veraltet und das Einsparpotenzial entsprechend hoch. Moderne Systeme könnten den Energieverbrauch um mehr als die Hälfte senken, sagen Fachleute - gut für den Haushalt und das Klima.

In Aachen werde allerdings schon viel getan, teilt Corinna Bürgerhausen, Pressesprecherin der Stawag, mit. Vor gut zwölf Jahren hat die Stawag den Betrieb der Straßenbeleuchtung übernommen und seitdem die Effizienz kontinuierlich gesteigert.

In Zahlen liest sich das so: Aktuell verbraucht jede einzelne der insgesamt 20424 Aachener Straßenlaternen im Schnitt jährlich 390 Kilowattstunden (kWh) Strom, im Jahr 1981 lag der jährliche Verbrauch pro Lampe noch bei 660 kWh.

Der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung hat in Aachen derzeit einen Anteil von 22 Prozent am gesamten städtischen Stromverbrauch, bundesweit liegt der Anteil bei 30 bis 40 Prozent.

So gesehen kann die Stawag den Antrag von Rot-Grün beinahe als Teil der laufenden Arbeit betrachten. Vor wenigen Wochen erst hat sie auch einen neuen Feldversuch mit LED-Leuchten an der Monheimsallee gestartet, von dem sich Stawag und Stadt neue Erkenntnisse über Lebensdauer und Leuchtverhalten erhoffen.

Installiert wurden sie vorerst nur auf dem Mittelstreifen zwischen Bastei und Hansemannplatz, weil die neuen LED-Lampen nicht der in der DIN-Norm festgelegten Lichtleistung entsprechen.

Gleichwohl könnte die Technik zukunftsweisend sein. Gegenüber der alten Beleuchtung an der Monheimsallee können mit den neuen LED-Lampen laut Stawag-Vorstand Peter Asmuth die Energiekosten nochmals um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

Rot-Grün denkt vor allem beim Ausbau des RWTH-Campusgeländes an ein Referenzprojekt für modernste Beleuchtungssysteme, die mit Hilfe ortsansässiger Firmen wie Philips und Forschungseinrichtungen verwirklicht werden sollen.

Gedacht ist dabei auch an neue Steuertechnologien, mit denen die Laternen per Computer gewartet, einzeln gesteuert oder gedimmt werden können. Bei einem Unfall könnten Lampen dann zum Beipiel auch auf Blinken gestellt werden, um Rettungsfahrzeugen den Weg zu weisen.
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