Aachen - Mit jeder Menge Spaß und Bier ziehen die „Erstis“ durch die Stadt

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Mit jeder Menge Spaß und Bier ziehen die „Erstis“ durch die Stadt

Von: Nils Heinichen
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Der Turmbau zu Aachen: Die Erstsemester müssen bei der Rallye durch die Stadt einige Aufgaben erfüllen. Die gehen die meisten mit viel Elan, Spaß und Bier an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es ist wieder diese gefühlte Karnevalsstimmung, die sich in Aachen breitmacht: Zahlreiche feiernde junge Menschen machen den Einheimischen deutlich, dass das neue Semester begonnen hat. Das eine oder andere alkoholische Getränk gehört dabei offenbar ebenso dazu wie lautstarkes Getöse, mit dem die Gruppen durch die Innenstadt ziehen.

Und aufgrund des diesjährigen doppelten Abiturjahrgangs scheint der Trubel in der Stadt noch etwas größer zu sein als in den vergangenen Jahren. Vielleicht wollen sich viele der rund 7500 neuen Studenten auch nur Mut antrinken, denn bei der traditionellen Erstsemester-Rallye wird am Mittwoch ein hoher Einsatz von den angehenden Akademikern erwartet, um den Herausforderungen der Tutoren gerecht zu werden.

Einer dieser Tutoren, der eine Gruppe von 18 Maschinenbau-Studenten durch die Stadt begleitet, ist Philipp Hemmers. „Für viele Studenten ist alles neu. Die Stadt, die Leute, die Umgebung. Bei der Rallye lernt man sich kennen und knüpft erste Kontakte“, erzählt er. Philipp ist inzwischen im sechsten Semester und kennt die Situation nur allzu gut aus eigener Erfahrung. „Es ist einfach wichtig, dass man jetzt seine Kommilitonen kennenlernt, da es später nicht mehr so einfach ist. Man braucht Kontakte und Freunde, sonst schafft man das Studium nicht“, betont der 23-Jährige.

Einer von vielen ist der 19-jährige Robin aus Darmstadt. Nachdem es seinen Vater bereits nach Aachen zum Studium verschlagen hatte, beginnt nun auch er sein Studium an der RWTH. „Es macht schon viel Spaß und ist sehr lustig, wenn man die richtigen Leute in seiner Gruppe hat“, sagt er zufrieden. Grundsätzlich sei es aber keine reine Spaß-Veranstaltung, wie Tutor Philipp Hemmers betont. „Man muss die richtige Mischung aus Spaß und Information finden.“

Aachens Historie gibt‘s inklusive

So erzählt er den neuen Studenten seiner Gruppe auch einiges über Aachens Historie inklusive Dom, Rathaus und Elisenbrunnen. „Es geht nicht nur darum, die anderen Studenten kennenzulernen, sondern auch die Stadt“, sagt Hemmers. Dennoch sind es letztlich wieder einmal die schwierigen Aufgaben an den verschiedenen Stationen in der Innenstadt, die bei den Erstsemestern im Mittelpunkt stehen. Eierlaufen, Rodeo-Reiten, Salzstangen-Wettessen und dann weiter zum Baggerfahren – die Tutoren haben sich eine Menge einfallen lassen, um den Neulingen einen schönen wie auch anstrengenden Einstand ins Studenten-Dasein zu ermöglichen. Schließlich sind viele Gruppen den halben Tag auf den Beinen, begleitet vom typischen Aachener Regenwetter. „Wir sind noch bis 16 Uhr unterwegs. Dann gibt es eine kleine Erholungspause, bevor am Abend die Siegerehrung und eine Feier auf dem Programm stehen“, beschreibt Hemmers den Fahrplan. Auch wenn viele aus der Gruppe bereits am Vormittag ziemlich durchnässt sind, müssen und wollen alle durchhalten. Zu aufregend beginnt die neue Zeit als Student. Niemand möchte ja etwas verpassen.

Den wohl größten Einsatz bei der „Stadtrallye“ zeigt eine Gruppe am Geld-Brunnen. Hier gilt es, ein möglichst spektakuläres Bild zu schießen, um eine satte Prämie abzustauben. Also steigt die Gruppe trotz Regenwetters in den Brunnen und baut eine Menschen-Pyramide – bewundert von zahlreichen Schaulustigen. Wer eine derartige Kämpfer-Mentalität an den Tag legt, braucht sich vor den anstehenden Vorlesungen und Klausuren wohl kaum noch zu fürchten.

Die Koordinierungsstelle der Rallye zieht am Nachmittag eine positive Bilanz. Lediglich zwei Anrufe von Anwohnern seien eingegangen, berichtet Thomas von Salzen von der RWTH-Pressestelle. „Einmal ging es um Ruhestörung, einmal um zwei zerbrochene Flaschen.“ Auch die Polizei meldet keine Zwischenfälle.

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