Aachen - Mit Grußkarten Schulen in Afrika bauen

Mit Grußkarten Schulen in Afrika bauen

Von: Heinrich Schauerte
Letzte Aktualisierung:
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Die Domsingschüler singen unter der Leitung von Schulleiter Gerhard Dünnwald am Unicef-Stand auf dem Weihnachtsmarkt, um für die Grußkartenaktion zu werben. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Alle Jahre wieder wird die Unicef-Grußkartenaktion auf dem Aachener Weihnachtsmarkt mit einer Schulklasse und dem Stadtoberhaupt eröffnet. Am Dienstagabend übernahm Bürgermeisterin Margrethe Schmeer die ehrenvolle Aufgabe.

Schon seit 1992 ist die Unicef-Arbeitsgruppe Aachen auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Darüber hinaus kann das zwanzigste Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention gefeiert werden.

Im Mittelpunkt dieser Bemühungen steht aktuell die Kampagne „Schulen für Afrika”. Denn einen Platz im Klassenzimmer wünschen sich über 45 Millionen Kinder südlich der Sahara. Bis 2015 soll jedem Kind eine gute Grundausbildung ermöglicht werden. Die dafür nötigen Spenden stammen aus Kartenverkäufen, Schülerläufen oder von Firmen.

3,6 Millionen Kinder konnten mit Hilfe der Spenden aus Deutschland schon erreicht werden. In den Projektländern konnte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen dadurch mehr als 680 Schulen neu bauen oder instand-setzen, Lehrer schulen und zahlreiche Kinder mit Schulmaterial ausstatten. Ganz nach dem Satz von Nelson Mandela: „Bildung ist der Zugang zu Freiheit, Demokratie und Entwicklung.”

Diesmal wurde das musikalische Programm von Kindern der Domsingschule unter der Leitung ihres Schulleiters Gerhard Dünnwald gestaltet. Sie sangen Weihnachtslieder, ließen sich aber auch über das Los derjenigen Kinder informieren, für die Bildung ein ebenso wertvolles wie schwer erreichbares Gut ist.

Christiane Raumanns von der Aachener Unicef-Arbeitsgruppe verteilte Bleistifte an die Kinder und erklärte ihnen: „Wir stehen hier für das Recht auf Bildung. Wer in Afrika einen solchen Bleistift und ein Heft hat, ist der absolute King.” Man müsse dort schon Glück haben, wenn man sich Stift und Heft mit seinem Nachbarn teilen könne. Die Kinder versprachen, gut auf die Bleistifte aufzupassen; sicherheitshalber nahm sie dann doch erstmal der Schulleiter an sich.

Bürgermeisterin Schmeer bekam eine riesige Karte mit den Unterschriften aller 160 Domsingschüler überreicht, bedankte sich bei den Kindern und versprach: „Das hänge ich mir in mein Büro.”
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