Aachen - Mit Eimer und Spaten gehts rein ins Beet

Mit Eimer und Spaten gehts rein ins Beet

Von: Nina Krüsmann
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Rein ins Beet: Manche Hobbygä
Rein ins Beet: Manche Hobbygärtner brachten gleich die ganze Familie mit in die Soers, um dort mit Eimer und Spaten ihrem gemieteten Gemüsegarten zu Leibe zu rücken. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Spaß haben, sich gesund ernähren und die Natur erleben - all das bietet ein eigener Gemüsegarten. Die Saison 2012 wurde am Freitag auf dem Hof Bonnie in der Soers feierlich eröffnet.

Mehr als 100 Gärtner haben sich hier am Strüver Weg 72 einen Gemüsegarten zum Mieten angeschafft. „Wir freuen uns, dass in dieser Saison so viele Aachener einen eigenen Gemüsegarten in Aachen genießen werden”, sagt Natalie Kirchbaumer, Geschäftsführerin von „Meine Ernte”. Sie war mit mehreren Mitarbeitern eigens aus Bonn angereist, um nützliche Tipps zu geben.

Zunächst stellten sie die Gärten mit den verschiedenen Gemüsesorten vor. Im nächsten Schritt wurden dann die ersten Tätigkeiten und die Gartengeräte erläutert, so dass die Gärtner direkt los legen können. Als dann das rote Band durchschnitten war, konnte es loslegen: Ausgerüstet mit Eimer, Spaten sowie teilweise mit der ganzen Familie machten sich die Hobbygärtner ans Werk.

Jedes Beet hat einen Namen, so dass die Männer und Frauen „ihren” Garten schnell finden können. Die kleine Regenschauer von oben zu Beginn der Eröffnung tat niemandem leid - zum einen musste so niemand mehr gießen und zum anderen gab es einen prachtvollen Regenbogen über dem Hof. „Bereits in 20 deutschen Städten gibt es das Konzept ?Meine Ernte, ab der Saison 2013 sollen weitere Standorte eröffnen”, sagt Kirchbaumer.

In Aachen geht die pfiffige Idee nun ins dritte Jahr. „Wir sind zwar nicht offiziell zertifiziert, bewirtschaften aber die Gärten ökologisch, das heißt alle Hobbygärtner verzichten auf leichtlösliche Mineraldünger sowie auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel”, erklärt Teamassistentin Kerstin Oldendorf. „Wir pflanzen nun der Jahreszeit entsprechend zunächst Zucchini und Gurken, in zwei Wochen Kohlrabi und Spitzkohl an”, zählt Landwirt Christoph Bonnie auf. Mit der Ernte könne man über die Saison bis Ende Oktober den gesamten Gemüsebedarf decken.

„Man sollte etwa zwei Stunden pro Woche für die Pflege, also zum gießen und Unkraut jäten, einplanen”, rät Bonnie. Und wer möchte kann noch mit seinem Gemüsegartennachbar quatschen, den Kindern das Gemüse erklären oder einfach mal den eigenen Garten genießen und den Alltagsstress hinter sich lassen. Regelmäßige und professionelle Beratung und Unterstützung über Aushänge und online ist garantiert.

Darüber hinaus beantwortet Landwirt Bonnie direkt vor Ort an der Fläche wöchentlich die Fragen der Gärtner. Ein Grundsortiment an allen erforderlichen Gartengeräten und Wasser zum Gießen gibt es vor Ort. Über 20 verschiedene leckere Gemüsesorten und schöne Blumen sind bereits fachmännisch für angepflanzt. Die verschiedenen Gemüsesorten sind in einzelnen Längsreihen auf die Fläche gepflanzt. „Wer während der Saison weiter sät und pflanzt kann Gemüse und Kräuter bis weit über einen Wert von 600 Euro ernten”, betont die Geschäftsführerin. Zur Wahl stehen kleine Gemüsegärten mit 45 Quadratmetern oder große Familiengemüsegarten mit 85 Quadratmetern.
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