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Mit der Rad-Vorrang-Route schnell und sicher durch die Stadt

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Die blaue Route zeigt den geplanten Weg, den die Rad-Vorrang-Route Aachen 1 einmal von Eilendorf zum Campus Melaten nehmen soll. Mit dem entsprechenden Ausbau wollen die Planer den Radverkehr auf dieser Strecke sicherer und komfortabler machen als derzeit. Grafik: Stadt Aachen

Aachen. Und noch ein Radweg... Die Bezirksvertreter in Laurensberg kennen sich allmählich mit den Argumenten für und gegen speziell ausgebauten Radstraßen aus. Tobt doch vor allem in ihrem Bezirk ein mitunter erbittert geführter Kampf der Gegner und Befürworter des geplanten Radschnellweges zwischen Aachen und Herzogenrath.

Doch der stand am Mittwochabend in der Sitzung der Bezirksvertretung nicht zur Diskussion. Diesmal wurde den Bezirkspolitikern die sogenannte Rad-Vorrang-Route Aachen 1, die über elf Kilometer von Eilendorf über die Vennbahn durch die Innenstadt zum Campus Melaten – und damit durch Laurensberger Gebiet – führen soll, vorgestellt.

Für diese Route hat die Stadt beim Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ einen Förderantrag gestellt, der inzwischen schon die zweite Runde des Wettbewerbs erlangt hat. Der Antrag sieht Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro vor, die Förderquote liegt bei 70 Prozent, somit würde im Erfolgsfall auf die Stadt ein Anteil von circa 455.000 Euro zukommen.

Und dafür soll die Stadt eine Radroute bekommen, die verglichen mit der aktuellen Radverkehrssituation in Aachen „schneller, sicherer und attraktiver für Radfahrer ist“, wie Armin Langweg vom städtischen Verkehrsmanagement dem Gremium erläuterte. Denn das sei schließlich das Ziel der Rad-Vorrang-Route 1 als erster Schritt eines geplanten Vorrang-Routen-Netzes: „Wir wollen mehr Leute aufs Rad bekommen, um damit den Autoverkehr zu verringern.“ Und das sei gleichbedeutend mit weniger CO2-Emissionen, was schließlich auch eine der Fördervoraussetzungen sei.

Zentrale Bausteine der Route sind unter anderem eine sichere Radverkehrsführung vom Eilendorf Bahnhof zur Vennbahntrasse einschließlich einer komfortableren Querung der Von-Coels-Straße, die Verbreiterung der Vennbahntrasse von 2,5 Meter auf 3,5 Meter, Austausch des Pflasters in den Fußgängerzonen Wirichsbongardstraße und Schinkelstraße und eine deutliche Kennzeichnung der Route. „Außerdem wollen wir den Grabenring für Radfahrer attraktiver machen, damit die Radfahrer nicht quer durch die Altstadt fahren“, sagte Langweg.

Natürlich wollten die Bezirksvertreter im Anschluss wissen, wie die einzelnen baulichen Maßnahmen genau aussehen sollen. Doch soweit ist Armin Langweg noch nicht. „Dazu müssen wir erst einmal den Förderbescheid abwarten“, bat er um Geduld. Damit rechnet er noch in diesem Jahr.

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