Aachen - Mit der neuen Halle entstehen auch neue Arbeitsplätze

Mit der neuen Halle entstehen auch neue Arbeitsplätze

Von: Martina Feldhaus
Letzte Aktualisierung:
 Lindt Baustelle
Foto: Harald Kroemer Datum: 02.01.2013 Lindt Baustelle Job: Lindt 5 Foto: Harald Kroemer
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Einige tragende Säulen stehen schon: An der Henricistraße zieht Lindt eine neue Produktionshalle hoch. Foto: Harald Krömer

Aachen. Angesichts von Massenentlassungen und Schließungen, von denen die Aachener Region seit einiger Zeit erschüttert wird, gibt es ausnahmsweise mal eine gute Nachricht – und zwar von der Henricistraße in Süsterfeld. Dort baut die Aachener Niederlassung von Lindt und Sprüngli seit September eine neue Produktionshalle.

Und mit ihr sollen auch neue Arbeitsplätze entstehen. Genaue Angaben zur Zahl kann das Unternehmen derzeit noch nicht machen. Im Raum stehen aber wohl zwischen 150 und – optimistischen – 500 neue Stellen, allerdings bis 2020.

Das viergeschossige Gebäude hingegen soll schon in diesem Jahr fertiggestellt werden. „Das Bauende ist für den Herbst vorgesehen, so dass ab diesem Zeitpunkt mit der Installation von Maschinen begonnen werden kann“, erklärt Dr. Adalbert Lechner, Geschäftsführer von Lindt und Sprüngli Deutschland, auf Anfrage der „Nachrichten“. In die neue Halle investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben eine zweistellige Millionensumme. Zuvor hatte es bereits ein neues Logistikzentrum in Süsterfeld hochgezogen, für einen ähnlichen Betrag.

Lechner sieht in der jetzigen Erweiterung eine „strategische Investition“. Mit ihr verdoppele sich die Produktionskapazität am Standort Aachen. „Damit werden die über 1850 Arbeitsplätze gesichert und gleichzeitig neue Arbeitsstellen geschaffen“. Außerdem werde die Lindt-Gruppe mit dem Ausbau national und international weiter wachsen. Denn in Aachen, so Lechner, würden neue Konzepte und Rezepturen entwickelt, die auch ins Ausland exportiert werden. „Das ist sehr positiv für den Standort Aachen.“

Dieser Aussage kann sich Peter Mogga nur anschließen. Er ist Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Aachen und betreut unter anderem den Betriebsrat bei Lindt. Er sagt: „Die Region verliert seit Jahren viele Arbeitsplätze. Vor diesem Hintergrund ist es eine sehr erfreuliche Nachricht, dass Lindt einstellt.“

Positiv findet Mogga auch, dass bei dem Schokoladenhersteller nur wenige Leiharbeitnehmer angestellt werden. „Vorrangig gibt es dort qualifiziertes Personal. Aber auch angelernte Saisonkräfte finden dort Arbeit.“ Mogga sieht die Erweiterung auch als eindeutiges Bekenntnis Lindts für den hiesigen Standort. „Natürlich konkurriert Aachen auch mit anderen Produktionsstätten. Daher ist diese Entscheidung gut für die Region.“

Betonsäulen stehen schon

Derzeit wächst und wächst die neue Produktionsstätte in Süsterfeld links vom Werkstor 9 täglich ein Stück weiter in die Höhe. Am großen roten Kran ist die Baustelle von weitem zu sehen, Anhänger, Bagger, Bauwagen und jede Menge Baumaterialien bestimmen das Bild. Einige tragende Betonsäulen für das viergeschossige Gebäude stehen schon.

Die Henricistraße wurde durch die Bauarbeiten – auch Rohre und Leitungen müssen gelegt werden – ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Wenn alles nach Plan läuft, können die Autofahrer, die zu Lidl, Obi oder zum Bowling wollen, aber ab September wieder aufatmen.

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