„Mit dem Rad zur Arbeit”: Fitnesstraining auf dem Weg zur Büro

Von: Daniel Gerhards
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Auch in diesem Sommer heißt es in Aachen wieder „Mit dem Rad zur Arbeit”: Monika Volkmer (ADFC), Jürgen Engels (AOK) und Jürgen Aelmanns Radstation am Hauptbahnhof (von links) hoffen auf rege Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wer morgens im dichten Berufsverkehr mit dem Auto zur Arbeit fährt, kommt oft schon gestresst im Betrieb an. Das müsse nicht sein, erklärt Monika Volkmer, Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). „Man ist viel ausgeglichener, wenn man mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt.”

Die AOK Rheinland/Hamburg und der ADFC wollen mehr Berufstätige dazu ermuntern, den Weg in den Betrieb mit dem Rad zurückzulegen. Daher organisieren sie die Sommer-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit”. Erfolgreich an der Aktion teilgenommen hat jeder, der bis zum 31. August an mindestens 20 Tagen per Rad zur Arbeit fährt. Neben Einzelpersonen können sich innerhalb eines Unternehmens auch Teams zusammenschließen.

Damit möchte AOK-Regionaldirektor Jürgen Engels darauf hinweisen, dass der täglich Arbeitsweg für die eigene Fitness nutzbar ist. „Wir wollen verdeutlichen, dass Bewegung auf vielfältige Weise möglich ist. Das soll ein Impuls für die Bevölkerung sein, sich mehr zu bewegen”, erklärt Engels.

So soll das Thema Gesundheitsvorsorge auch in die Firmen transportiert werden. „Wenn die Mitarbeiter gesund sind, profitieren Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Krankenkasse”, sagt Engels. Denn fitte Menschen fühlen sich wohl, fehlen nicht bei der Arbeit und verursachen keine Kosten.

Auch Monika Volkmer weiß, dass Bewegung wichtig ist. Doch „man hat oft einfach nicht die Zeit, um Sport zu treiben”. Dann eigne sich der Arbeitsweg besonders gut, um „zwei Fliegen mit einer Klappe” zu schlagen. „Man braucht zwar vielleicht ein bisschen länger mit dem Rad, aber man hat gleich etwas für seine Gesundheit getan und war an der frischen Luft.”

Auch die Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad halten Engels und Volkmer für sinnvoll. Hilfreich ist, dass man das Fahrrad etwa am Aachener Hauptbahnhof an der Radstation bewacht abstellen kann. Dadurch wird das Fahrrad auch für Pendler attraktiv, die weitere Strecken zurücklegen müssen. Auch Fahrradboxen an Bahnhöfen seien in dieser Hinsicht sehr sinnvoll.

„Das trägt auch zur Sicherheit im Straßenverkehr bei”, erklärt Volkmer. Wenn man sich sicher sein kann, dass das Fahrrad unversehrt stehenbleibt, „nutzt man eher ein vernünftiges Rad als eine alte Gurke”.

Die Aktion der AOK und des ADFC erfreute sich in den vergangenen Jahren schon großer Beliebtheit. Im Rheinland nahmen im vergangenen Jahr 8050 Arbeitnehmer aus knapp 1000 Unternehmen teil.

In Aachen waren es 400 Radfahrer aus 45 Firmen - und die Tendenz ist steigend.

Anmeldeschluss ist am 31. Juli

Bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit” kann jeder teilnehmen, der seinen Weg zur Firma ganz oder teilweise per Fahrrad zurücklegt. Die Aktion läuft bereits seit dem 1. Juni und endet am 31. August. Anmeldeschluss ist Sonntag, 31. Juli. Unter den Teilnehmern werden unterschiedliche Preise ausgelost.

Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen sind in den AOK-Geschäftsstellen erhältlich. Zudem sind Anmeldungen im Internet unter http://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/bundesweit/index.php (in der Rubrik Rheinland) möglich.

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