Aachen - Mit dem Erfolg wachsen die Kosten

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Mit dem Erfolg wachsen die Kosten

Von: Tobias Königs
Letzte Aktualisierung:
Die Fußballfrauen von Alemann
Die Fußballfrauen von Alemannnia Aachen suchen mit einer neuen Image-Broschüre nach Sponsoren, die den vorhandenen sportlichen Erfolg finanzieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart sowie dem Pokalaus sind die Alemannia-Profis derzeit (noch) nicht wirklich auf dem Erfolgsweg. Bei den kickenden Frauen der Schwarz-Gelben sieht das anders aus.

Wenn schon nicht von den eigenen Profis, so hofft die Frauenfußball-Abteilung von Alemannia Aachen nun von der kürzlich zu Ende gegangenen Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland zu profitieren. Denn sie ist auf der Suche nach neuen Sponsoren.

In Zusammenarbeit mit Schirmherr Günter Schabram (Dezernent für Soziales und Gesundheit der StädteRegion Aachen) und dem Werbefachmann Michael Kunze startete die Alemannia die Initiative „Erfolg braucht neue Unterstützer”. Mit einer eigens angefertigten Broschüre will man Unternehmen aus Aachen und der Umgebung auf den Mädchen- und Frauenfußball der Alemannia aufmerksam machen.

Ehrenamtliches Engagement

Bislang stehen und fallen die sportlichen Aktivitäten aller sechs Mannschaften der Alemannia Frauenfußball-Abteilung mit dem Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer. Trainer, Betreuer, Eltern, Familien und Freunde helfen, wo sie nur können, und das mit großem Erfolg. „Alle Mannschaften haben die letzte Saison mit großem sportlichen Erfolg beendet”, sagt Alex Abels, die stellvertretende Abteilungsleiterin.

Doch sportlicher Erfolg ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass es an finanzieller Unterstützung mangelt. „Als Co-Trainer und Betreuer der U17 werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass es am Allernötigsten fehlt. Wie lange halten die Trikots noch? Wie kriegen wir die vielen Fahrten zu den Auswärtsspielen, je nach Standort bis zu 250 Kilometer überhaupt hin.

Das ist ohne Geld nicht so einfach”, erklärt Vorstandsmitglied Stephan Griesser frustriert. Daher bereitet ihm und Alex Abels der sportliche Erfolg auch Kopfzerbrechen. „Je höher die Spielklasse, die wir erreicht haben, desto mehr Kosten sind zu stemmen. Und noch mehr privates und ehrenamtliches Engagement ist einfach nicht drin”, bemerkt die stellvertretende Abteilungsleiterin.

Schirmherr Günter Schabram kennt die Situation aus eigener Erfahrung. Er hat früher selber seine Töchter zu Spielen gefahren und in deren Verein mit angepackt, wenn Not am Mann war. Er hofft darauf, dass Unternehmen sich nach dem Erfolg der WM nun für Frauenfußball interessieren. „Es wäre doch zu schade, wenn es soweit käme, dass man den ganzen Mädchen und Frauen sagen müsste: Ihr seid zwar erfolgreich, aber wir haben kein Geld für die höheren Spielklassen”, so Schabram.

Die Unternehmen könnten von einer Zusammenarbeit nur profitieren meint Werbefachmann Michael Kunze. „Die dürfen sich dann offiziell Sponsor, Partner oder Förderer der Alemannia Frauenfußballabteilung nennen”, so Kunze. Und der Name Alemannia Aachen sei schließlich eine Marke, die sich lohnen würde zu unterstützen.

Ein erster Erfolg der Broschüre ist übrigens jetzt schon feststellbar. Noch bevor sie in den Druck ging, konnte die Initiative einen neuen Trikotsponsor für die neue Saison gewinnen.
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