Aachen - Mit dem Baby-Jogger nach Amsterdam

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Mit dem Baby-Jogger nach Amsterdam

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
Sport ist seine große Leidens
Sport ist seine große Leidenschaft: Auch mit 61 Jahren ist Eberhard Schaaf noch topfit. Mit diesem Baby-Jogger geht es in mehreren Etappen bis nach Amsterdam. Foto: Harald Krömer

Aachen. Laufhosen, Regenjacke, T-Shirts, Unterhose, Socken, Laufschuhe, Kopflampe, Schlafsack, Löffel, Gabel, Messer, Wasserkessel und, und, und. Die Liste ist unglaublich lang. Aber eben auch die Strecke: 275,2 Kilometer sind es von Aachen bis Amsterdam.

Der Zug legt die Strecke in gut dreieinhalb Stunden zurück, der Flieger ist gar in einer guten Stunden in der niederländischen Metropole. Und zu Fuß? Sieben Tage. Das zumindest planen der Herzogenrather Arzt Dr. Eberhard Schaaf und sein niederländischer Freund Henk Sipers ein. In sieben Etappen wollen sie nach Amsterdam laufen.

Dabei laufen sie bei insgesamt zwei Etappen die Marathon-Distanz. Da braucht es eben nicht nur eine gute Vorbereitung, sondern eben auch jede Menge Sachen, die die beiden Läufer mitnehmen. Doch anstatt das ganze Gewicht in einem Rücksack auf dem Rücken zu schleppen, hatte Henk Sipers die Idee: Gelaufen wird mit Baby-Jogger. Die voll beladen Kinderwagen schieben die Sportbegeisterten einfach vor sich her.

Es ist ein Lauf ins Leben und für das Leben, den die Extremsportler da vor haben. Anfang 2011 wurde bei Henk Sipers, der im Maastrichter Klinikum als Krankenpfleger arbeitet, Blasenkrebs diagnostiziert. „Eigentlich hatten wir ja vor, in Vietnam zu laufen, aber dann kam die schlimme Nachricht”, sagt Eberhard Schaaf.

So entstand die Idee, einen Benefizlauf gegen den Krebs zu initiieren. Gelaufen wird also für den guten Zweck. Zum einen soll mit dem Geld, das durch Sponsoren und Spenden zusammenkommt, eine Begegnungsstätte für Krebskranke in den Niederlanden unterstützt werden, zum anderen soll am Aachener Klinikum unterstützt werden, zum anderen ein Spielplatz für die Patienten der Kinderkrebsstation am Aachener Klinikum entstehen.

In Amsterdam werden Eberhard Schaaf und Henk Sipers noch eine Stunde im „Wheel of Energy” laufen. Dieses steht am Flughafen Schiphol. Die Idee dahinter: 365 Tage halten Läufer das Rad sieben Tage die Woche und 24 Stunden in Bewegung. Der sogenannte „Marathon365” ist ebenfalls ein symbolischer Lauf gegen den Krebs.

Henk Sipers und Eberhard Schaaf sind erfahrene Ultra-Läufer. „Deshalb können wir uns eine solche Strecke auch gut einteilen. Wir haben das gleiche Lauf-Niveau”, sagt Schaaf. An gegenseitiger Unterstützung mangelt es nicht. Doch die Unterstützung soll noch größer werden: Geht es nach den Sportbegeisterten, soll ihr Benefizlauf gegen den Krebs ein Europalauf werden. Denn eines weiß der 61-jährige Eberhard Schaaf ganz genau: „Es ist immer gut, wenn man in Bewegung bleibt und Bewegung hat.” Das hält fit und gesund. Mit gepackten Baby-Joggern macht sich das Duo am Samstag, 1. Oktober, auf den Weg. Verabschiedet werden sie um 9 Uhr am Uniklinikum in Aachen.

Spenden sind jederzeit willkommen

Zusätzlich zum Lauf wurde ein Spendenkonto eingerichtet: Förderverein für krebskranke Kinder Aachen, Stichwort „Sponsorenlauf”, Konto 2808, BLZ 39050000, Sparkasse Aachen.

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