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Mit bunten Leitern durch die Stadt spaziert

Von: Christopher Gerards
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Immer wieder wurden beim Stadt
Immer wieder wurden beim Stadtspaziergang die Leitern benutzt, um ungewöhnliche Perspektiven zu bekommen, hier im Garten von Haus Mathéy (ehemaliger Park mit altem Baumbestand). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mancher Passant muss zweimal hinschauen. Was machen die denn da mit den bunten Leitern, dürften sich einige fragen. Ganz einfach. Die Teilnehmer einer Führung spazieren mit ihnen durch die Aachener Innenstadt. Über die alten Stadtpromenaden um genau zu sein.

Denn die waren am Samstag Thema des stadtmorphologischen Spazierganges, einer Veranstaltung im Rahmen des Kulturfestivals „across the borders”.

Stadtmorphologie? Architekt Marcus Ulrich vom Büro archigraphus erklärt: „Städte werden hierbei auf ihrer Zeit- und ihrer Maßstabsebene analysiert.”

Man schaue sich etwa an, wie eine Stadt früher aussah, was daraus geworden ist, und wie sie in Zukunft aussehen könne - zum Beispiel das Gebiet um die Kirche St. Adalbert, wo Karl der Große einst jagte und wo nun Betonklötze das Stadtbild zieren.

Dort lässt Ulrich, der Leiter des Rundgangs, drei bunte Leitern nebeneinander aufstellen, als Hochsitz quasi. Jeder darf mal rauf und die Jagdgründe rund um den Kaiserplatz beobachten.

Gut, von Wildschweinen oder Hirschen fehlt hier jede Spur, es ist eben alles eine Frage der Fantasie. Die Leitern sollen da Abhilfe leisten. Denn für gewöhnlich kennt der Öcher sein Oche ziemlich gut. „Wenn Aachener mit bunten Leitern durch ihre Stadt gehen, dann sind sie auch keine normalen Aachener mehr.”

Die orangenen, grünen und violetten Leitern kommen jedenfalls gut herum an diesem Samstag. Vom Haus Matthéy auf der Theaterstraße gehts runter Richtung Suermondt-Platz, von da weiter über den Synagogenplatz bis zum Kaiserplatz, zurück zur Synagoge, weiter zum Bushof, dann zum Elisenbrunnen über das Theater zurück ins Haus Matthéy.

Klingt anstrengend, ist es auch -aber trotzdem unterhaltsam. Am Bushof etwa - früher war hier der Kurgarten angelegt - hübscht eine junge Dame mit ihrem Rechen den Erdboden etwas auf, die Gäste amüsierts.

„Der Spaziergang macht nur Spaß, wenn er auch ein bisschen lustig ist”, sagt Ulrich.

Wie am Bushof deuten viele Anlaufpunkte auf die alten Promenaden hin. Ulrich hat sie gefunden, indem er eine neuere Stadtkarte auf ältere Exemplare legte.
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