Mit Ausbildungsoffensive gegen Pflegenotstand

Von: krü
Letzte Aktualisierung:
7220308.jpg
Die Azubis Thomas Altena und Jasmin Unger (vorne, v.l.) freuen sich auf die Ausbildung zu Pflegekräften, die Bianca Böhme, Leonhard Haugrund, Jürgen Koch, Heribert August (hinten, v.l.) sowie Margit Surwehme (r.) am Marienhospital möglich machen. Foto: Harald Krömer

Burtscheid. Dem viel diskutierten Pflegenotstand will das Marienhospital Aachen mit einer Ausbildungsoffensive vorbeugen: Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GKPS) der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen schafft in diesem Jahr 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für angehende Gesundheits- und Krankenpfleger.

Damit gibt man 2014 insgesamt 125 Schulabsolventinnen und -absolventen die Chance für eine Berufsausbildung. „Dank der Ausbildungsoffensive des Landes wird ab April ein dreijähriger Zwischenkurs mit 25 Ausbildungsplätzen in Vollzeit eingerichtet“, erklärt Rolf-Leonhard Haugrund, geschäftsführender Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital. Darüber hinaus startet – vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels – im gleichen Monat ein Kurs mit 25 Teilzeit-Auszubildenden.

Das Marienhospital hat zudem ein innovatives Angebot für Alleinerziehende und für Personen mit familiären Verpflichtungen entwickelt. „Dieser Zielgruppe bieten wir eine solide Ausbildung in einem Beruf mit Zukunft und zeitgleicher Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung oder Beruf“, betont Margit Surwehme, Schulleiterin der GKPS. Gerade für junge alleinerziehende Mütter sei dies eine Chance, Arbeit und Kind gut miteinander in Einklang zu bringen. Die Ausbildung in Teilzeit erfolgt über vier statt drei Jahre und der theoretische Unterricht wird eng mit den Teilnehmern abgestimmt. So besteht die Möglichkeit, den Unterricht an vier Wochentagen stattfinden zu lassen. Das Marienhospital Aachen übernimmt hier in der Städteregion eine Vorreiterrolle als erstes Krankenhaus mit der Möglichkeit zur Teilzeitausbildung. „Sie machen es hier anders und besser als es weitläufig erlebbar ist“, betont Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang.

Mit den ehemaligen Räumen der Schwestern an der Michaelsbergstraße hat man nur wenige Schritte entfernt ideale Räume gefunden. Ein Hofgarten sowie eine Sporthalle ergänzen das Angebot. Das 1500 Quadratmeter umfassende Gebäude soll im Mai offiziell eingeweiht werden.

Die 22-jährige Jasmin Unger und der 35-jährige Thomas Altena gehören zu den neuen Auszubildenden. „Ich erlebe, wie viel Spaß die pflege macht“, schildert Unger, die sich über den „Rückenwind“ seitens der Schule freut. Altena ist einer der fünf zukünftigen Pfleger. Laut Surwehme sind immer noch 80 Prozent der Pflegenden weiblich. „Ich habe auf Vorschlag der Arbeitsagentur den Weg in diese Ausbildung gefunden. Für mich ist das ein sicherer Beruf, der den professionellen Umgang mit Menschen lehrt und viele Weiterbildungsmöglichkeiten bietet“, sagt Altena.

Menschen für die Pflege zu begeistern ist laut Monsignore Heribert August, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, das Ziel aller Bemühungen. Er brachte es auf den Punkt: „Die Erweiterung der Schule ist einfach toll für die Jugend und das Gesundheitswesen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert