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Mit Alustange krankenhausreif geschlagen

Von: wos
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Aachen/Wassenberg. Waren es Geldschulden oder Rivalitäten? Vor der 7. großen Strafkammer müssen sich während vier Verhandlungstagen zwei Angeklagte wegen räuberischer Erpressung und schwerer Körperverletzung verantworten.

Arthur S. (32) aus Wassenberg und Eugen R. (33) aus Aachen sollen laut Anklageschrift zwei Mal dasselbe Opfer in Aachen-Forst aufgesucht und brutal zugerichtet haben. Am 29. April dieses Jahres kam das Duo nachts gegen zwei Uhr, wie Staatsanwalt René Gilles verlas, in die Forster Engelbertstraße.

Dort suchten sie einen Mann auf, drangen in dessen Wohnung im zweiten Stock des Mietshauses ein und nahmen ihm unter Schlägen und Drohungen seinen Fernseher ab. Damit verließen sie dann die Örtlichkeit.

Die Sache war aber anscheinend noch nicht beendet. Denn nur fünf Tage später, am 4. Mai, erschienen sie erneut bei ihrem Opfer und langten dieses Mal so richtig zu. Sie schlugen laut Anklage mit einer „60 bis 70 Zentimeter langen Aluminiumstange“ auf den Mann ein. Als der fliehen wollte, schlugen sie ihn im Hausflur zu Boden, dabei zielten sie immer wieder mit der Stange auf seinen Kopf. Seinen Kopf knallten sie zudem gegen die Wand.

Auf dem Boden liegend soll einer dann die Geldbörse des Opfers aus dessen Hose gezogen und an sich genommen haben, Inhalt 170 Euro laut Anklage. Dem Opfer gelang es zu fliehen, die beiden liefen mit der Stange schlagend hinter ihm her. Der Mann erlitt erhebliche Platzwunden, die in der Klinik genäht werden mussten. Bei der Festnahme der beiden Schläger fand die Polizei bei einem der mutmaßlichen Täter sowohl Kokain als auch Heroin.

Vor der Strafkammer unter Vorsitz von Richter Matthias Quarch sagten beide Angeklagten auf Weisung ihrer Verteidigerinnen zunächst gar nichts. Auch nach einem Rechtsgespräch änderte sie die Prozesslage nicht. Weil das Gericht hinter der Sache eine Drogenproblematik bei den Angeklagten vermutet, wird die Kammer zum nächsten Prozesstermin am 4. November (9 Uhr) zwei psychiatrische Sachverständige dazu laden. Die Hintergründe des Überfalls liegen bislang völlig im Dunkeln.

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