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Mit 2,5 Prozent wäre Heinz Pesch von den Freien Wählern zufrieden

Von: Georg Dünnwald
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Heinz Pesch ist Bundestagskandidat der Freien Wähler. Am Wahlsonntag rechnet er mit 2,5 Prozent der Zweitstimmen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wenn ich 2,5 Prozent bekomme, bin ich dicke zufrieden“, sagt Heinz Pesch. Pesch ist Bundestagskandidat der Freien Wähler, die vor allem im Freistaat Bayern stark sind. Der Eilendorfer, der einige Zeit in Rothe Erde ansässig war und dort auch schon als „König von Rothe Erde“ bezeichnet wurde, war mit Leib und Seele der Kommunalpolitik verschrieben und machte sogar fünf Jahre lang in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte als Mitglied der CDU-Fraktion Politik.

Der 75-Jährige wird sich wohl auch weiter um kommunalpolitische Ereignisse kümmern müssen, denn selbst wenn die Freien Wähler auf die erhofften 2,5 Prozent kämen, wäre kein Plätzchen im Bundestag frei. Übrigens: Nach Angaben Peschs erreichten die Freien Wähler bei der letzten NRW-Landtagswahl gerade mal 0,7 Prozent.

Dennoch: Dem ehemaligen Installateur und Heizungsbauer macht das Wahlkämpfen so richtig Spaß. „Ich sehe unheimlich viele Menschen, die ich von früher her kenne. In Forst bin bekannt, dort bin ich nämlich geboren und aufgewachsen, in Rothe Erde bin ich bekannt, und auch in Eilendorf kennen mich die Leute“, erhofft er sich schon durch seine Popularität ein gutes Ergebnis. Immerhin habe er unzählige Hausbesuche gemacht und sei selbstverständlich auch an Infoständen ständiger Gast gewesen.

Natürlich will Heinz Pesch auch mit seinem politischen Programm punkten. „Ein Rentenmodell wie in den Niederlanden wäre nicht schlecht. Da bekommt jeder ab dem 65. Lebensjahr 900 Euro. Alles was darüber hinaus geht, ist das, was mehr für die Rente erwirtschaftet wurde. Da fehlt der beschämende und entwürdigende Gang zur zuständigen Behörde. Und das ist gut so.“ Er fordert schon deshalb wie selbstverständlich einen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde.

Das Betreuungsgeld für Kinder, die zu Hause gelassen werden, lehnt Pesch ebenso ab wie die Übernahme von Schulden anderer Eurostaaten. Pesch trägt selbstbewusst seine Forderungen als Bundestagskandidat vor, auch zum Thema Wirtschaft: „Banken, die spekulieren, sollten dies auf eigenes Risiko machen und nicht auf Kosten der Steuerzahler. Peschs Partei „Freie Wähler“ fordert die Streichung des Solidaritätszuschlags und die Änderung des Solidarpakts mit dem Ziel der Entschuldung aller Kommunen. „Zusätzlich verlangen wir den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene“, betont Pesch.

Am Abend des Wahltages, am 22. September, hängt er übrigens schon ab 18 Uhr seine Wahlplakate ab. „Die stören sonst nur.“ Es reiche, um 19 Uhr im Rathaus dabei zu sein, um beim Wahlausgang mitfiebern zu können und zu erfahren, wie denn seine Partei in Aachen abgeschnitten habe. „Das kann spannend für uns werden.“

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