Aachen - Mit 22 Sachen über die Piste

Mit 22 Sachen über die Piste

Von: ptz
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Geht als erster Sieger in die Geschichte des Aachener Solar Cups ein: Die Mannschaft des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Foto: Edvard Krikourian

Aachen. Selber anschubsen war gestern - Bobby Cars von heute rollen mit Sonnenenergie. Anlässlich der 9. Aachener Solartage auf dem Stawag-Gelände an der Lombardenstraße zeigten fünf Schülerteams am Samstag, was aus den kleinen Spielzeugfahrzeugen rauszuholen ist.

Vor zahlreichen Zuschauern lieferten sie sich ein heißes Rennen um den „1. Aachener Solar Cup”. Am Ende hatten die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums die Nase vorn.

Ursprünglich sechs Teams aus Schulen der Stadtviertel Aachen-Ost und Aachen-Nord haben rund vier Monate lang an den solarbetriebenen Gefährten gebastelt, geschraubt und gelötet. Am Ende waren es nur noch fünf, denn die Förderschule Kennedypark musste auf den letzten Drücker wegen technischer Probleme absagen.

Die Startbedingungen aber waren für alle Teams die gleichen: Die Schüler erhielten ein Bobby Car, das Solarmodul und den passenden Bausatz mit Motor. Dann durfte getüftelt und experimentiert werden. Mehrere Unternehmen und Institute leiteten und unterstützten die Schüler. Schnelligkeit alleine war am Ende nicht entscheidend. Eine Jury beurteilte zudem Geschicklichkeit, technische Kreativität, Teamarbeit und optisches Design.

Markus Weigele, Ingenieur bei Isatec Engeneering, hat zusammen mit einem Kollegen das Siegerteam des Geschwister-Scholl-Gymnasiums betreut. „Wir haben richtige Konzeptstudien gemacht. Alles mögliche haben wir ausprobiert und uns für die Aspekte entschieden, die das beste Ergebnis erzielen. Die Schüler sind sehr kreativ und haben gute Ideen.” Und Spaß hat es natürlich auch gemacht: „Da wird man selber noch einmal zum großen Kind”, sagt Weigele lachend.

Lange Diskussionen

Einmal in der Woche haben sich die Neuntklässler nachmittags mit den Ingenieuren getroffen. „Die ersten zehn bis 15 Stunden haben wir nur diskutiert. Darüber, wie wir den Luftwiderstand verringern können oder wie wir die Solarzellen so anbringen, dass die Energie der Sonne auch ganz genutzt werden kann. Wir wollten das beste Bobby Car”, sagt Schüler Berkay Yigit. Ihr Flitzer hat zwei Gänge und brachte es immerhin auf 22 km/h.

Am Ende des Tages konnten sie einen Scheck über 300 Euro, eine Trophäe und einen großen Kuchen mit nach Hause nehmen. Der zweite Platz auf dem Treppchen und ein Scheck über 200 Euro ging an die Maria-Montessori-Gesamtschule, die mit dem Insitut für Kraftfahrzeuge der RWTH gearbeitet hat. Den dritten Platz sicherte sich schließlich die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße, die von der Aseag unterstützt wurde. Die anderen beiden Teams von der GHS Eilendorf und der Martin-Luther-King-Schule, die als Trostpreis Freikarten für den Tierpark erhalten haben, hoffen gewiss auf eine Revanche nächstes Jahr. Peter Asmuth, Stawag-Vorstand, hat während der Siegerehrung bereits eine Fortsetzung des Wettbewerbs in Aussicht gestellt.

Die Solartage sind am Samstag von Oberbürgermeister Marcel Philipp eröffnet worden. Zwei Tage lang hatten Interessierte die Möglichkeit, sich in Vorträgen und an Informationsständen über die Nutzung von Sonnenernergie zu informieren.
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